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Schmutziger Donnerstag: Feiern, ja, aber warum und wie?
Schmutziger Donnerstag: Feiern, ja, aber warum und wie?
05.02.2015 - 18:40 Uhr
Von Lara Fritz und Helen Lang

Schmutziger Donnerstag (ursprünglich: Schmotziger Donnerstag) ist nicht auf das Wort Schmutz, sondern auf den alemannischen Begriff für Schmalz zurückzuführen. Dieser Tag fällt immer auf den Donnerstag vor dem Aschermittwoch. Denn dann beginnt die eigentliche Fastnacht.

Traditionell wurde früher donnerstags geschlachtet, daher war der Tag die letzte Gelegenheit Fleisch zu essen, denn danach beginnt die 40-tägige Fastenzeit. Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts werden an diesem Tag Umzüge veranstaltet. Sie stehen für die Vertreibung des Winters und der Dunkelheit. Dabei sind die Narren verkleidet und an die Jüngeren unter ihnen werden Süßigkeiten verteilt.

Typisch für das Murgtal sind Schlempen und Hästräger. Häufig erschrecken Schlempen die Zuschauer mit aufgeblasenen Schweineblasen, die an einen Stock gebunden sind. Sie stehen als Symbol für den letzten Schlachttag. Im Murgtal werden am Morgen des Schmutzigen Donnerstags meist die Rathäuser der einzelnen Dörfer gestürmt und dem Bürgermeister die Schlüssel bis Aschermittwoch abgenommen. Die Schlüsselabnahme steht für die Machtergreifung der Narren. In ein paar Dörfern wie zum Beispiel Forbach wird an diesem Tag auch der Narrenbaum gestellt. Dieser ist zirka 30 Meter hoch. Bis auf die Krone werden sämtliche Äste und die Rinde entfernt. Er ist bunt geschmückt und steht für die Stärke und Macht der Narren.

Die Autoren besuchen die Klasse 9c des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Gernsbach.

Symbolfoto: dpa

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