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Ein Leben ohne Handy
Ein Leben ohne Handy
09.02.2015 - 18:16 Uhr
Von Julia Wieland und Gesa Kull

Man steigt in einen Bus ein und sieht eine Gruppe von Jugendlichen, die alle in ihr Handy vertieft sind und kaum miteinander kommunizieren - ein Beispiel aus dem Alltag, das sicherlich jeder kennt. Für viele Menschen ist das eigene Handy scheinbar sehr wichtig. Aber warum?

Die Internetseite "Unicum" hat sich der Frage, ob ein Leben ohne Handy möglich wäre, gestellt und dazu eine Experiment durchgeführt: Einige Studenten haben ihr Handy für drei Tage abgegeben und versucht, ihren Alltag ohne Handy zu bewältigen. Nach diesem Versuch war die Mehrheit der Beteiligten der Meinung, dass ein Leben ohne dieses elektrische Gerät funktionieren würde, jedoch sehr viel komplizierter wäre.

Die meisten haben aber nicht das Handy an sich, sondern den ständigen Zugang zum Internet vermisst. Das ist der wahre Grund, weswegen sich die meisten Menschen ein Leben ohne Handy nicht vorstellen können. Denn herkömmliche Funktionen, wie zum Beispiel Telefonieren, werden seltener benutzt als die Funktion der Internetnutzung. Durch Smartphones ist man immer auf dem neuesten Stand, kann jederzeit leicht mit Freunden kommunizieren und hat einen Zeitvertreib, falls einem langweilig ist. Oder, wenn einmal die Bahn Verspätung hat, kann man das sofort "googlen". Wenn man wissen möchte, was Freunde gerade machen, muss man sich nur kurz bei Facebook anmelden. Das ganze geschieht mit nur einem Klick.

Wir sind fast schon abhängig davon, alles sofort zu erfahren. Besonders die permanente Zugänglichkeit zu sozialen Netzwerken scheint von großer Bedeutung zu sein. Dadurch verbringen viele Menschen, vor allem Teenager, sehr viel Zeit mit dem Handy. Man will nur kurz etwas nachschauen und dann hat man noch eine Nachricht bekommen, die man schnell lesen will und dann hat irgendwer etwas Interessantes gepostet... Diese kleineren "Beschäftigungen" summieren sich im Laufe des Tages zu Stunden, die man am Handy verbringt.

Die Frage, die man sich demnach stellen sollte, lautet nicht, ob ein Leben ohne Handy möglich wäre, sondern, ob ein Leben ohne Internet möglich wäre.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 9b des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Gernsbach.

Symbolfoto: dpa

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