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Stundenlanges Warten hat sich gelohnt
Stundenlanges Anstehen lohnt sich: Cro begeistert sein Publikum in Stuttgart - nicht nur in der ersten Reihe. Foto: dpa
09.02.2015 - 18:34 Uhr
Von Celine Yüce und Lisa Strobel-Vogt

Um 7.45 Uhr machen wir, Celine Yüce und Lisa Strobel-Vogt, uns auf den Weg nach Stuttgart zur Hans-Martin-Schleierhalle. Dort findet am Abend das letzte Konzert der Mello-Tour 2014 statt. Der Rapper Cro (Carlo Waibel, 25), auch genannt "King of Raop", tourt mit seiner Band seit seinem Hit "Easy" sehr erfolgreich durch viele Städte. Raop setzt sich aus Rap und Pop zusammen und ist eine selbst kreierte Musikart von Cro. Bei der Mello-Tour werden sowohl Songs aus seinem neuen Album "Melodie", doch auch alte Hits aus dem "Raop-Album" gesungen.

Um 10.15 Uhr am morgen stehen wir endlich vor der riesigen Porsche Arena, wo wir auf schon wartende Fans treffen. Wir stellen uns zu ihnen und die Aufregung und Vorfreude versetzt alle in gute Laune. Auch die eisige Kälte und die kommenden sieben Stunden Wartezeit schrecken uns nicht ab.

Mit jeder Stunde, die das Konzert näher rückt, wird die Anspannung größer. Denn unser Ziel lautet: Wir wollen in die 1.Reihe! Doch die Hoffnung unser Ziel zu erreichen, sinkt mit jedem neuen Fan, der kommt. Hinter uns bildet sich eine große Masse. Die Fans kommen mit Rucksäcken, Decken und Sitzkissen. Sie machen es sich auf dem Boden gemütlich und aus privaten Lautsprechern hört man durchgehend Cro-Lieder, durch die die Aufregung immer mehr wächst. Auch wir können uns nicht mehr halten und singen mit.

12 Uhr: Die Türen öffnen sich. Alle fragen sich: Warum? Geplant war der Einlass um 17Uhr. Obwohl niemand weiß, was los ist, stürmt die ganze Masse zur Security, die herauskommt. Auch wir rennen über die Decken und Kissen um zu ihnen zu gelangen. Dort angekommen wird uns ein gelbes Band, mit dem man in den vorderen Bereich der Halle kommt, um den Arm gebunden.

16 Uhr: Verfrühter Einlass! Weil die Menschenmasse so angestiegen ist und alle drücken, so dass man kaum Luft bekommt, ist die Security gezwungen, die Türen zu öffnen. Alle zwängen sich durch die verstopften Türen und rennen die nächste Treppe hinauf. Oh: Sitzplätze. Wir nutzen die Gelegenheit und rennen stattdessen die Treppe hinunter, die in die Halle führt. "Langsam! Nicht rennen!", ruft uns ein Security-Mann hinterher. Aber wir rennen und rennen und endlich haben wir es geschafft: Wir sind tatsächlich in der 1.Reihe. Wir haben unser Ziel erreicht! Ein Video davon zeigt uns noch heute, was für ein Glück wir hatten. Von 8000 Menschen hatten wir es in die erste Reihe geschafft.

20 Uhr: Mit dem Lied "I can feel it" beginnt das Konzert. Tim Schwerdter, der Gitarrist der Band, der auch Trompete und Klavier spielt, leitet den Song mit einem Trompetensolo ein. "Stuttgart wer hat Bock?", ertönt Cro's Stimme hinter dem Vorhang, gefolgt von Schreien der Fans. Der Vorhang fällt und jetzt ist für uns der besondere Moment gekommen. Der DJ Psaiko.Dino (Markus Brückner, 29) legt mit dem Beat los und auch der Schlagzeuger Flo (Florian König, 24) fängt an zu trommeln. Zusammen entsteht die unglaubliche Musik, die wir für uns entdeckt haben. Die Texte und Beats, die Cro mit seiner Band verfasst, haben einen sehr tiefen Sinn und oft singt Cro in seinen Liedern das, was wir gerade denken! Besonders bei dem Lied "Meine Gang (Bang Bang) flippt das Publikum aus, da dort mit einer riesigen Konfettikanone in die Menge geschossen wird. Und auch "Traum", "Melodie" und "Einmal um die Welt" sind großartig. Die Menschenmasse ist so begeistert, dass sie mit vollem Körpereinsatz zu den Liedern abgeht. Jedes einzelne Lied ist etwas Besonderes für uns. Es ist ein ganz anderes Gefühl die Gang live vor einem zu sehen, als zu Hause zu hören. Sie sind alle so nah und es ist viel realer als sonst. Nach vielen weiteren, genialen Songs wie "Allein", "Erinnerung", "Kein Benz" oder "Ein Teil" und noch mehr, endet das Konzert nach 3 unvergesslichen Stunden. Mitten im Konzert gab es auf der Bühne sogar einen Heiratsantrag eines Fans an seine Freundin. Es ist ein unvergessliches Erlebnis geworden auch einfach wegen der Tatsache, die Band live zu sehen und zu hören. Wir bereuen keine Sekunde der Wartezeit in der Kälte und können nur sagen: Es hat sich gelohnt! Diese Musik löst in uns beiden noch heute ein unbeschreibliches Gefühl aus und wir sind sicher, dass es noch tausende andere gibt, denen es so geht.

Also haben wir nur noch eins zu sagen: Danke!

Die Autoren besuchen die Klasse 9b des Gymnasiums Hohenbaden.

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