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Wer steckt hinter den Masken?
Am Rande des Varnhalter Umzugs gibt eine Backöfele-Hexe ein Interview: Die Masken der Hästräger sind alle ein bisschen unterschiedlich. Foto: pr
10.02.2015 - 17:26 Uhr
Von Nina Schulz und

Nina Hirschberger

Tolle Kostüme, laute Narri-Narro-Rufe, Bonbons und viel Konfetti. So kennen wir alle die Gruppen, die uns bei den Fasnachtsumzügen in dieser Zeit so viel Freude bereiten. Doch: Wer sich hinter den Holzmasken der Fasnachtsgruppen verbirgt, das wissen die wenigsten. Wir haben die Backöfelehexen aus Sandweier zu einem Umzug begleitet und eine der "Hexen" interviewt.

Wie kamst Du zu den Backöfelehexen?

Ich habe die netten Hexen bei einem tollen Auftritt auf unserem Dorfplatz gesehen. Dabei hatte die Truppe so viel Spaß, und ich fand alle sehr sympathisch. Da habe ich gefragt, ob ich auch in den Verein eintreten kann. Bei der nächsten Sitzung haben die Hexen dann abgestimmt, und glücklicherweise wurde ich aufgenommen.

Wie viele Mitglieder sind momentan bei den Hexen, und wie lange bist Du schon dabei?

Wir sind momentan etwa 30 Mitglieder und ich bin schon zehn Jahre Hexe. Die Gruppe wurde 2002 gegründet.

Was steckt eigentlich hinter dem Namen "Sondwiermer Backöfelehexe"?

Dort wo heute der Capmarkt in Sandweier gebaut wird, waren früher einmal drei Bäckereien. Dieses Gebiet haben die Leute deshalb "des Sondwiermer Backöfele" genannt. An Fasnacht sind wir nun die Hexen vom Backöfele. Darum verteilen wir an Umzügen auch die heiß begehrten Brezeln, die wir an unsere Besen hängen.

Um uns herum sind eine ganze Menge Frauen und Mädchen bei dem Umzug in Varnhalt. Seid Ihr wirklich ausschließlich Frauen in Eurem Verein?

Ja, aus irgendeinem Grund gab es in Sandweier schon eine reine Männergruppe, vielleicht sind unsere Gründungsmitglieder so auf die Idee gekommen, eine reine Frauengruppe zu gründen. Manchmal schleichen sich aber auch kleine Buben mit ihrer Mama dazwischen. Die Großen trauen sich das dann nicht mehr.

Ist das nicht viel Aufwand, jedes Jahr bei diesen Umzügen mitzumachen?

Nein! Denn grade die Umzüge jedes Jahr sind ja das schönste an Fasnacht. Wir Hexen haben recht viel Spaß und finden es toll, den Kindern Süßigkeiten oder Brezeln zu schenken! Richtig blöd ist es, wenn es bei einzelnen Umzügen zu Randalen kommt. Das ist echt schade. Viele Hästräger setzen sich gegen diese Randalen ein. Ein kleines Zeichen dagegen tragen auch wir, zum Beispiel: die Buttons oder das kleine gelbe Glöckchen. Achtet mal darauf.

Wenn wir bei Euch eintreten wollten, wie alt müssten wir sein? Und kostet das was?

Ab 18 Jahren könnt Ihr Euch bei uns "bewerben". Ihr geht dann ein Jahr ohne Häs, also ohne Maske und Hexenkleider, bei den Umzügen mit. Im nächsten Jahr seid Ihr dann als Hexe dabei. Die Aufnahmegebühr beträgt 500 Euro€.

Ihr habt so tolle Kostüme und Masken. Woher bekommt Ihr die?

Unsere Kostüme sind von einer Schneiderin geschneidert oder auch selbst genäht. Die Holzmasken werden in Oberkirch von einem Maskenschnitzer hergestellt. Jede Maske ist etwas anders.

Unternehmt Ihr auch noch andere Dinge außer Umzüge?

Ja, wir besuchen an Fasnacht Narrenbaumstellen von anderen Gruppen, gehen zu Fasnachtssitzungen oder Brauchtumsabenden. Einmal im Jahr machen wir einen Hexenausflug. Dieses Jahr werden wir ein Fest für unsere Passivmitglieder veranstalten und am Dorffest wieder einen Stand haben. Bei uns ist immer was los, aber kein Stress.

Die Autoren besuchen die Klasse 8a

der Klosterschule

vom Heiligen Grab.

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