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Dschungel in Aufruhr
Alles im grünen Bereich? Nicht im Dschungelcamp. Foto: pr
10.02.2015 - 18:15 Uhr
Von Mika Steininger

und Julian Kratz

Auch in diesem Jahr reisten verschiedene Prominente ins australische Dschungelcamp im Rahmen der Sendung "Ich bin ein Star - holt mich hier raus". Allerdings schalteten diesmal deutlich weniger Zuschauer als vorher zu. Dies lag offenbar auch an der geringen Popularität der Teilnehmer. Nun gibt es Berichte, wie RTL das Dschungelcamp aufrüsten könnte.

Wie bereits bekannt, muss täglich mindestens ein Bewohner eine der "Dschungelprüfungen" absolvieren. Allerdings hielten diese Prüfungen häufig nicht das, was man sich von ihnen versprach. In einer Prüfung wurden als Vorschau Bilder von kreischenden Menschen und wild umher springenden Tieren in einem Unterwasserkanal gezeigt. In der Prüfung sah das deutlich anders aus: Der Kandidat blieb ruhig, er ging ehrfurchtsvoll an den ruhigen Tieren vorbei.

Auch wird dem Zuschauer vieles nur vorgespielt: Die sogenannte "Kotzfrucht" heißt beispielsweise eigentlich Durian oder Käsefrucht. Weiterhin waren die Konversationen der Camper in diesem Jahr auf unterstem Niveau und nebenbei auch nicht sehr unterhaltsam - gut möglich, dass das so manchen Zuschauer gelangweilt hat. Das "Überleben im Dschungel" gibt es nicht, man musste kein Essen suchen, es gab Wasser für alle, Essen war immer vorhanden.

Nächster zweifelhafter Punkt: Der vermeintliche Dschungelarzt "Dr. Bob" ist gar kein Arzt, sondern ein Sanitäter. "Dr. Bob" führt bereits seit der ersten Folge jeden Kandidaten mit Tipps in die Prüfung ein und hilft gegebenenfalls bei gesundheitlichen Problem während der Prüfung.

Trotzdem waren die Gespräche der Moderatoren Zietlow und Hartwich wieder unterhaltsam und dazu der vielleicht beste Bestandteil der Sendung. Auch deswegen, weil die Gespräche wie eine spontane Unterhaltung wirken, obwohl sie perfekt einstudiert sind. Die Witze des Moderatoren-Duos gingen allerdings häufig auf Kosten der Kandidaten, jedoch ohne dabei beleidigend zu wirken.

Eine Möglichkeit, die Sendung wieder attraktiver zu gestalten, wäre, wie im englischen Original ein zweites Camp zu nutzen. Es liegt in der Nähe des in Deutschland bekannten Camps. Im Original lebt dort eine weitere Gruppe von Kandidaten, die gegen die im anderen Camp antritt.

Eine andere Möglichkeit bestünde darin, das Camp um eine weitere Woche zu verlängern: Denn Dr. Bob verriet der Bild-Zeitung, dass die Sendung erst nach zwei Wochen richtig spannend wird, sie dauert nämlich eigentlich drei Wochen. Man konnte auch dieses Jahr wieder beobachten, dass die Kandidaten bereits nach zwei Wochen körperlich und geistig am Ende sind. Es wäre deshalb sicher interessant zu sehen, wie sich die Teilnehmer in einer dritten Woche präsentieren würden.

Laut Bild gibt es Pläne von RTL, eine weitere Ausgabe der Sendung bereits im Sommer laufenzulassen. Denn trotz des Schwunds an Zuschauern sind die Quoten für die Uhrzeit mit über sechs Millionen sehr hoch.

Die Autoren besuchen die Klasse 9b im Gymnasium Hohenbaden.

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