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Studieren - der richtige Weg nach dem Abi?
Die Universität in Chemnitz ist der Studienort von Lara. Sie studiert 'Politik in Europa'. Foto: pr
10.02.2015 - 18:28 Uhr
Von Leonie Sontheimer

und Jana Zuber

Viele Abiturienten überlegen, den Weg eines Studiums zu wählen. Um einen Einblick in das Leben einer Studentin zu verschaffen, haben wir Politikwissenschaftsstudentin Lara zum Thema befragt. Lara studiert im ersten Semester den Masterstudiengang "Politik in Europa" an der Technischen Universität Chemnitz. Im Gegensatz zu ihren Kommilitonen, die nur Praktika gemacht haben, hat sie bereits Arbeitserfahrung, dies hilft ihr, theoretisch gelernte Sachen in der Praxis anzuwenden.

Als Studierender kann man sich über das Studentenwerk für ein Zimmer im Studentenwohnheim bewerben. Diese sind möbliert und Nebenkosten wie Strom und Internet sind bereits im Mietpreis inbegriffen.

"Mein Tag beginnt mit Kaffee und dem Online-Podcast von Deutschlandfunk, damit ich über aktuelle Ereignisse informiert bin", so Lara. Danach finden die Lehrveranstaltungen statt, die 90 Minuten dauern und in ihrer Häufigkeit variieren. Dazu kommt die Vorbereitungszeit zum Lesen bereitgestellter Texte und die Nachbearbeitungszeit, in welcher man seine Notizen nochmals durchgeht. Zudem kommen noch Hausarbeiten und Prüfungsvorleistungen, welche meist aus einem 30-minütigen Vortrag über ein bestimmtes Thema bestehen. Dies ähnelt einem Referat in der Schule.

Generell kann man die Universität ein bisschen mit der Schule vergleichen, da diese meist auch theoretisch abläuft. Man ist dabei nur mehr auf sich allein gestellt. Es gibt keine Hausaufgaben und auch keine Anwesenheitspflicht. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Zudem setzen die Dozenten eine gewisse Grundkenntnis voraus. Wenn man sich für ein Thema oder Sachgebiet besonders interessiert, kann man sich durch ein Studium in dieser Richtung vertieftes Wissen aneignen und eigene Schwerpunkte setzen. Man kann außerdem viele neue Leute kennenlernen und Meinungen austauschen, dabei ist es egal, ob Dozent, Gastredner, Professor oder Kommilitone. Zudem hat man nach dem Studienabschluss bessere Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen.

"Wer nach dem Abitur erstmal genug von Büchern und Theorie hat, dem würde ich eher empfehlen, eine Ausbildung zu machen, ein fachverwandtes Studium kann man auch nach einer Ausbildung noch machen.", so Lara. Man kann auch über ein Fachhochschulstudium nachdenken, da dieses in der Regel mehr Bezug zur Praxis hat als ein Studium an der Universität.

Auf die Frage, bei wie vielen Universitäten sie sich beworben hätte, antwortete sie: "Das waren zwischen fünf und zehn, glaube ich. Ob man genommen wird, hängt auch davon ab, ob es für das Wunsch-Studienfach eine Zulassungsbeschränkung gibt." Dies ist bei jeder Universität anders und hängt stark vom Studienfach ab. Wer studieren will, sollte sich also im Klaren sein, dass vor einem eine sehr theoretische Zeit liegt, in der man weniger Freizeit hat. Auch Selbstständigkeit sollte vorhanden sein, damit man sich selbst organisieren kann.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 9b des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums.

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