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Fans, Fotografen und Nichtbeachtung
Die Videos im Internet ersetzen für viele Jugendliche schon längst das Fernsehen. Foto: pr
11.02.2015 - 16:41 Uhr
Von Lavinia Bratic

und Ellen Böckendorf

Die Superstars der heutigen Jugend sind Social-Media-Phänomene, die durch ihre Videos auf der Videoplattform YouTube berühmt geworden sind und somit ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. YouTuber sind für viele Jugendliche Vorbilder, mit denen sie auch über soziale Netzwerke in Kontakt stehen können, nicht wie mit den Hollywoodsternchen.

Negative Kritik und Hasskommentare gehören jedoch zum Alltag der YouTuber, mit denen sie aber gelernt haben umzugehen. Was auch oft in den Kommentaren steht, ist, dass YouTuber sein kein Beruf sei, obwohl es eigentlich ein 24/7 Job ist, wie YouTuber sagen würden. Das heißt, sie arbeiten in der Woche sieben Tage lang und jeden Tag 24 Stunden. Wir können uns gar nicht vorstellen, dass ein zehnminütiges Video oftmals mehr als drei Stunden Arbeit beansprucht.

Fans können oft das Privatleben der Stars und das öffentliche Leben nicht mehr trennen. Sie werden belästigt und beobachtet. Das liegt daran, dass manche YouTuber sich den ganzen Tag mit einer Kamera filmen und somit sehr viel von ihrem Leben preisgeben. So fühlen sich die Zuschauer als Teil ihres Lebens. Es gibt aber auch sehr viele Journalisten, andere Prominente und Erwachsene, denen die Namen der YouTuber nichts sagen und die sie nicht erkennen würden, da sie sich nicht mit YouTube beschäftigen. Das führt zu Nichtbeachtung und Unterschätzung der Reichweite der Stars, deren Videos mehrere 100000 Menschen anschauen. Das hat die YouTuberin Melina (19, LifeWithMelina) so beschäftigt, dass sie darüber sogar ein Video gedreht hat. In dem sagt sie, dass die Reichweite der YouTuberinnen auch im Januar auf der Fashion Week in Berlin von den Veranstaltern unterschätzt wurde. Sie bekamen keinen Personenschutz, obwohl Tausende Fans auf sie warteten und auf sie los rannten. Selbst die Security griff nicht ein, sondern beklagte sich, dass wegen den Stars keine Autos durchfahren können. Sie sagt auch, dass eine Statistik zeigt, dass YouTube für immer mehr Menschen das Fernsehen ersetzt.

Jugendliche sind meist den ganzen Tag damit beschäftigt, Videos ihrer Vorbilder zu schauen und ihren Alltag auf sozialen Netzwerken zu verfolgen. So zählt Melina (LifeWithMelina), die 365 Tage im Jahr ein Video hochlädt, in dem sie Ausschnitte ihres Tages zeigt, zu den bekannten YouTubern, genauso wie Bianca Heinicke (BibisBeautyPalace), die Lifestyle und Beautyvideos auf ihren Kanal hoch lädt. Es gibt aber auch die Let 's-Play-Szene, in der man sich beim Computerspiele Spielen filmt. In dieser Szene ist der YouTuber Felix von der Laden (Dner) sehr bekannt. Diese Bekanntheit wird von einigen Marken genutzt, um die Jugendlichen besser zu erreichen. So werden die Stars oft zu Events eingeladen und wirken in Werbespots als Darsteller mit.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 9b des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums.

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