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Auslandsjahr: "Ich würde es jederzeit wieder machen"
Schule im Ausland: Die Umgewöhnung fällt vielen Schülern nach kurzer Zeit leicht.pr
11.02.2015 - 16:46 Uhr
Von Charlotte Markowsky

Wer in unser globalisierten Welt etwas erreichen will, muss heute Erfahrungen im Ausland sammeln. Jedes Jahr verbringen rund 13000 deutsche Schülerinnen und Schüler ein Jahr in der Fremde. Beliebte Länder sind neben den europäischen Ländern, die USA und Australien, aber ebenso Kanada, Neuseeland und China.

"Ich bin viel selbstsicherer geworden", meint Alexander Schmid (Foto: pr) (18), ein Schüler des Pädagogiums Baden-Baden. Er selbst verbrachte die zehnte Klasse in der amerikanischen Kleinstadt Valparaiso in der Nähe von Chicago. Anfangs sei es ungewohnt gewesen, einen ganz anderen Tagesablauf und ein anderes Schulsystem als in Deutschland zu haben, aber er habe sich relativ schnell eingefunden. Außerdem habe er auch keine großen Probleme mit der Sprache gehabt, sondern sehr viel dazugelernt. Bereits nach fünf Monaten hatte er das Gefühl, als ob Englisch seine zweite Muttersprache sei.

Patricia Schmid (15), seine Schwester, wird voraussichtlich ebenfalls ein Jahr im Ausland verbringen. "Ich möchte ein Auslandsjahr machen, weil ich denke, dass man dabei reifer und selbstständiger wird, und weil man die Sprache danach so gut spricht, dass man sie auch im späteren Leben und Job anwenden kann", erklärt sie.

Doch gibt es nur positive Seiten an einem Jahr in einem fremden Land? Es gibt mehrere Organisationen, von gemeinnützigen Jugendaustauschorganisationen (zum Beispiel YFU, AFS, Rotary Youth Exchange, Experiment), bis zu privaten Organisationen (zum Beispiel GLS Sprachzentrum, DFSR), die Schüler- und Studenten Austauschprogramme anbieten. Das Angebot reicht von Jahres- über Trimester-/Semester-Aufenthalte bis zu sechswöchigen Sprachreisen.

Doch dies ist alles sehr kostspielig. Wenn man nach Amerika geht, kostet es schon zwischen 7000€ und 18000 Euro€, zusätzlich kommen noch Taschengeld und (Schul-)Kleidung hinzu, Verpflegung sollte aber die Gastfamilie zu Verfügung stellen. Für Schüler, deren Eltern sich das nicht leisten können, gibt es auch Teil- und Vollstipendien, die man beantragen kann.

Natürlich könnte es auch Probleme in der Heimatsschule geben. Ein eingeschobenes Schuljahr im Ausland ist meistens nur in der neunten oder zehnten Klasse möglich. Durch G 8 (insgesamt zwölf Schuljahre in Baden-Württemberg) besuchen häufig viele Austauschschüler nach ihrer Rückkehr das zweite Halbjahr der zehnten Klasse noch mal oder wiederholen die zehnte Klasse. Sie gehen also insgesamt 13 Jahre zu Schule.

Bei Alexander war dies glücklicherweise nicht der Fall. "Ich hatte keine großen Probleme in der Schule mitzukommen und auch nicht danach in der Elften. Ich hatte mir vor der Abreise den Lehrplan von den Lehrern geben lassen, und so konnte ich meine Kurse in Amerika so wählen, dass sie mit dem deutschen Lehrplan übereinstimmt. So musste ich weder eine Klasse wiederholen noch habe ich Schwierigkeiten, den Stoff in Deutschland jetzt zu verstehen", meinte Alexander und fügte hinzu, dass er dieses Jahr jederzeit wieder machen würde.

Die Autorin geht in die Klasse 9a des Pädagogiums.

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