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Gute Gamer verdienen gutes Geld
Gute Gamer verdienen gutes Geld
11.02.2015 - 17:14 Uhr
Von Gabriel Volk

2014 war der Diskuswerfer Robert Harting Deutschlands "Sportler des Jahres" und Jogi Löws Fußball-Weltmeister wurden zur "Mannschaft des Jahres" gewählt. "LaMiaZeaLoT" und "Mellisan" waren auf der Liste nicht erwähnt - aber das könnte sich in ein paar Jahren ändern. Die beiden, mit richtigem Namen Manuel Mildenberger und Peter Meisrimel, gehören nämlich zu den weltbesten "E-Sports"-Cracks; das Team von "SK Gaming" aus Köln ist eine der besten Mannschaften weltweit. Längst sind die besten Spieler richtige Profi-Sportler.

Viele junge Menschen, die mit Computer und Internet aufgewachsen sind, interessieren die Wettkämpfe zwischen Einzel-Gamern und Teams inzwischen fast so sehr wie die Ergebnisse der Fußball-Bundesliga und der Champions League. Klar, dass die Spiele auch im Internet weltweit übertragen werden und Millionen Fans in ihren Bann ziehen.

Das beste Beispiel für die steigende Beliebtheit von "E-Sports" war das Finale des Spiels "League of Legends" am 18. Oktober 2014. Das Team "Samsung White" aus Südkorea trat dabei gegen den "Star Horn Royal Club" aus China an. Das Sangam-Stadion in Seoul, das über 66000 Zuschauer fasst, war an diesem Abend ausverkauft - und obwohl es in den USA tief in der Nacht war und in Europa erst Mittag, schauten auch dort viele User von elektronischen Spielen zu, wie die beiden Teams in der virtuellen Arena eine Art Gladiatorenkampf bestritten. Sieger wurden am Ende die fünf Spieler der "Samsung White"-Mannschaft.

"E-Sports" klingt zwar richtig neumodisch, aber es gibt den Begriff schon seit ungefähr 1950. Damals wurden erste Varianten alter Gesellschaftsspiele wie Dame, Schach oder Tic-Tac-Toe für Fernseh-Bildschirme entwickelt. 1958 bastelte ein Forscher an einem amerikanischen Institut auf einem Oszilloskop (einem Gerät zur Messung elektrischer Spannung) "Tennis fort wo", ein sehr einfacher Vorläufer der bei Kindern bis heute beliebten Arcade-Spiele.

Die "E-Sports" von heute haben mit den Anfängen jedoch nur noch wenig zu tun. Die Teams, die sich früher auch als "Clan" bezeichneten, haben große Sponsoren wie zum Beispiel die Computer-Konzerne Acer oder den koreanischen Elektronik-Riesen Samsung. Auch Hersteller von Energy-Drinks wie "Monster" zahlen Geld an die Spieler und an die Organisatoren von Turnieren. Diese können daher beträchtliche Preisgelder ausloben. Bei den World Finals 2014 des Spiels "League of Legends" ging es zum Beispiel um mehr als 2,1 Millionen US-Dollar.

Anscheinend steht für die E-Sports eine blühende Zukunft bevor. Mittlerweile kann man von dieser Branche leben. Die "League of Legends" Spiele werden im Internet gestreamt, bei denen man schon Moderatoren oder Moderatorinnen wie bei anderem Sport im Fernsehen sehen und hören kann. Einer dieser Moderatoren ist Maxim Markov der die Spiele auf Twitch.tv castet. Mit seinem Kanal ist der Leipziger der erfolgreichste deutsche League of Legends Moderator.

Der Autor besucht die Klasse 9a im Pädagogium.

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