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"Man muss kreativ sein"
Da wird aus dem Daddeln ein Event: Let's Play in Youtube. Foto: pr
11.02.2015 - 17:22 Uhr
Von Lukas Mack, Louis Schmitt und Roman Sajzew

Das Computerspiele sich bei Jugendlichen besonderer Beliebtheit erfreuen, ist längst kein Geheimnis mehr. Allerdings entwickelt sich seit einigen Jahren ein neuer Trend.

Ein junger Mann sitzt vor seinem Computer, spielt Computerspiele und kommentiert das ganze. Er macht sogenannte "Let's Plays" ( dt. "Lasst uns Spielen"). Diese Videos werden auf YouTube ( Eine öffentliche Videoplattform im Internet ) millionenfach angeschaut.

Als Let's Play bezeichnet man ein Video ( oft auch eine Videoreihe ) in dem eine Person ein Computerspiel spielt und kommentiert. Diese sind gut mit einer Fernsehserie zu vergleichen. Meist täglich erscheint ein neuer Teil, ungefähr 15 - 25 Minuten lang, bis das ganze Spiel durchgespielt ist. Die Szene der Let's Player ist in den letzten Jahren rasant gewachsen.

Aber wie sieht das Leben eines Let's Player aus ? Wir haben den Let's Player Erik "E-R1CH" (26), Mitglied in der Gruppe "Slaymassive", bestehend aus 5 befreundeten Let's Playern, interviewt.

Zuerst zu Erik selbst. Er kam über ein paar Freunde zu YouTube, mit denen auch den oben genannten Slaymassive Kanal betreibt. Neben dem Let's Play'en studiert er Umwelttechnik.

Er selbst sieht das Let's Play'en eher als Arbeit, da die meiste Zeit für ein Video, nicht wie man denken würde, mit dem Spielen verbracht wird sondern mit dem Videoschnitt.

Er sagt was ebenfalls schwierig ist: "Auch immer etwas zu finden, was irgendeiner Art und Weise unterhaltsam ist. Man muss sich darüber ständig Gedanken machen und neue Format erfinden. Man muss kreativ sein."

Wer also denkt dass Let's Player den ganzen Tag nur spielen, der irrt gewaltig.

Positiv an Let's Play's findet er das "freie Schaffen": "Hier hat man gar keine Grenzen und kann eigentlich machen was man möchte. Es geht aber auch nicht nur darum, Let's Plays zu machen sondern, auch darum, schöne Videos noch nebenbei zu schaffen, die auch irgendetwas aussagen."

Allerdings findet er, dass Computerspieler in seiner Generation noch mit einem zugedrückten Auge angeschaut werden. Die jüngere Generation gehe, laut ihm, viel offener mit dem Thema um.

Die Autoren besuchen die Klasse 9a im Markgraf-Ludwig-Gymnasium.

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