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Zukunft der Automobilindustrie
Zukunft der Automobilindustrie
09.03.2017 - 10:59 Uhr
Von Maximilian Weis und Yannic Oremek

Laut der Staatssekretäre Jochen Flasbarth (Bundesumweltministerium) und Rainer Baake (Bundeswirtschaftsministerium) sollen ab dem Jahr 2030 in Deutschland nur noch Autos zugelassen werden, welche kein CO2 ausstoßen.

Bei der Nutzung von erneuerbaren Energien ist Deutschland in Europa nur Mittelmaß. Bis zum Jahr 2030 soll sich das Blatt aber wenden. Laut vda investiere Deutschland schon zu diesem Zeitpunkt 34 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung elektroangetriebener Autos.

Verbrauch: Zusätzlich gibt es dazu noch einige neue Grenzwertregelungen, bereits schon ab 2020. Bei neuzugelassenen Pkw soll der durchschnittliche Benzin- und Dieselverbrauch von jeweils 8,2 und 6,9 Litern auf 4,1 und 3,6 Litern gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden bereits jetzt schon alternative Antriebskonzepte entwickelt.

Motoren: Dabei gibt es diverse Möglichkeiten wie zum Beispiel Fahrzeuge, die ausschließlich durch Elektromotoren angetrieben werden (E-Autos), Hybridfahrzeuge (durch beide Motoren angetrieben, verstärkt aber durch Elektromotor) und Fahrzeuge mit Brennstoffzellen (wandelt chemische Energie in Elektrische um), dabei ist jedoch bei heutigem Entwicklungsstand die Infrastruktur und die Sicherheit zu berücksichtigen.

Gewicht: Zudem werden die Karosserie- und Fahrwerksbauteile, die früher aus Metallwerkstoffen hergestellt wurden, immer häufiger durch unverstärkte und faserverstärkte Kunststoffteile ersetzt.

Laut Automobilzulieferer Bosch sollen bis 2020 Batteriesysteme für Elektroautos entwickelt werden, die bei einem Energiegehalt von 50 Kilowattstunden ein Gewicht von etwa 225 Kilogramm und ein Volumen von etwa 120 Litern aufweisen. Derzeit wiegt zum Beispiel ein Tesla Model S um die zwei Tonnen.

Preis: Zu allererst müssen für Forschung und Entwicklung hohe Gelder investiert werden, diese befinden sich derzeit im zweistelligen Milliardenbereich. Die heutigen Elektrokleinwagen wie den BMW i3 gibt es derzeit für rund 35000 Euro. Limousinen wie zum Beispiel der Tesla Model S sind derzeit ab 100000 Euro erhältlich. Sportwagen wie zum Beispiel der BMW i8 ab 130000 Euro (Stand Februar). Die Preise werden sich voraussichtlich ab der "Elektrowende" jedoch prompt ändern.

Arbeitsplätze: Der Arbeitsmarkt verlagert sich zukünftig mehr und mehr nach China, da dort voraussichtlich der größte Teil der Produktion stattfinden wird. Das bedeutet, dass in Europa viele Arbeitsplätze wegfallen werden. Schon in zehn bis 15 Jahren wird die Zahl der Arbeitsplätze in der Automobilbranche in Europa drastisch sinken. Grund dafür ist das bereits bekannte "Problem", nämlich die günstigere Produktion im fernen Asien.

Mobilitätskonzepte: Vor allem in Großstädten werden Services wie Car-to-go oder Carsharing angeboten. Beim sogenannten Carsharing können Personen über kurze Zeiträume gegen Gebühr stationsunabhängig Autos mieten und für sich beanspruchen. Diese werden dann auf Elektrofahrzeuge umgestellt.

Aufgrund der derzeitigen Umweltsituation ist es definitiv notwendig, dass sich etwas ändert. Die Automobilindustrie ist dabei ausschlaggebend.

Die Autoren besuchen die Klasse 8d des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums Rastatt.

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