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Kritik am deutschen Schulsystem
Kritik am deutschen Schulsystem
15.03.2017 - 11:50 Uhr
Von Nikolett Orosz und Jana Tonkich

Zuerst müssen wir ein Blick auf das Schulsystem werfen. Wir haben drei große Schularten; nämlich Gemeinschaftsschulen, Realschulen und Gymnasien, aber was ist der große Unterschied zwischen diesen? Stimmt es, dass manche Schüler weniger gebildet sind und wie viel und was bringt uns das heutige Schulsystem eigentlich?

Es gibt rund elf Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland, die zurzeit zur Schule gehen. In der Grundschule sind diese Kinder meistens zufrieden und haben Lust am Lernen, jedoch hält diese Euphorie nur für wenige Jahre an. In den höheren Klassen verlieren sie ihre Motivation und beginnen das Bulimielernen. Dabei werden nur die wichtigsten Informationen gelernt, um zum Beispiel Klassenarbeiten gut genug zu bestehen, jedoch verschwindet das Wissen kurz danach, da man es nicht mehr braucht. Diese Methode ist nicht besonders effektiv, da man mit dem geringsten Einsatz das höchste Ergebnis erzielen möchte. Das sollte nicht die Einstellung von lernwilligen Schülern sein.

Wichtige Vorbereitungen für das produktive Leben eines Erwachsenen werden oft vernachlässigt oder im Unterricht gar nicht behandelt. Hier ist die Gesamtschule etwas besser ausgestattet. Man erwartet keine akademische Leistungen von den Schülern, also wird nur das Nötigste in Mathe, Deutsch und anderen Fächern verlangt. Ist dieses Wissen da, wird auf die zukünftige Job-Suche vorbereitet.

In der Realschule ist es so ähnlich. Die Schüler werden sowohl für das Berufsleben vorbereitet, als auch für eine Weiterbildung. Sie können dann zum Gymnasium aufsteigen und ihr Abitur machen. Leider ist in Gymnasien ein Mangel in der Berufs-Vorbereitung aufzufinden. Das Ziel ist es, die Schüler auf einen akademischen Stand zu bringen, damit diese später studieren können. Jedoch hat nicht jeder Gymnasiast den Wunsch, nach dem Abi noch jahrelang zu studieren. An den Schulen wird mittlerweile erklärt, wie man zum Beispiel eine Ausbildung oder ein Praktikum macht. Leider wird im Gegenzug das Thema Studium immer weiter vernachlässigt.

Ein ebenfalls wichtiger Aspekt ist, dass in Schulen wenig bis gar nicht auf die Individualität des einzelnen Schülers geachtet wird. In unserer Gesellschaft muss man heutzutage immer mehr Leistung aufbringen, um als vollwertiger Mensch zu gelten. Dies ist aber ein tiefer Rückschlag für die kreativen Köpfe unter uns, da diese Leistung nicht denselben Wert der Leistung zum Beispiel eines festen Angestellten hat. Wenn man keine Leistung aufbringt, ist man automatisch weniger Wert für die Gesellschaft. Dies sollte grundlegend geändert werden. Wir finden auch, dass Schulen mehr die Individualität der einzelnen Schüler berücksichtigen sollten.

Ein wirklicher Unterschied zwischen den Schulen ist nur, bis zu welchem Grad man lernt. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Schulen viel Unnötiges lehren was wir im späteren Leben nicht mehr benötigen. Schulen sollten ihren Fokus auf die Stärken der Jugendlichen legen. Die Schulen sollten uns auch auf das Leben vorbereiten, uns mehr fördern und uns das eigenständige Denken lehren. Jeder hat seine eigene Individualität und Interessen. Die Schüler könnten in ihrem Lieblingsfach so viel erreichen, wenn sie weniger Zeit mit ihren Schwächen verbringen würden. Diese Schwächen werden oftmals in den Jahren sowieso nicht korrigiert. Die Jugendlichen sind unsere Zukunft. Wir sollten sie nicht zu Maschinen erziehen.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 9b des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums Rastatt.

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