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Am Videospiel scheiden sich die Geister
Am Videospiel scheiden sich die Geister
27.03.2017 - 13:02 Uhr
Von Finn Wiskandt

und Max Daradan

Videospiele sind in unserer Gesellschaft schon längst etabliert. Für viele Jugendliche sind Videospiele eine der Top Freizeitbeschäftigungen. Fast jeder zweite Deutsche spielt Videospiele. Das sind ungefähr 34,3 Millionen Menschen in Deutschland beziehungsweise 46 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Seit Jahren tobt eine Debatte um die Brutalität in Videospielen. Kritiker befassen sich mit der Problematik, dass Videospiele ein falsches Weltbild vermitteln würden. Besonders in der Kritik sind die sogenannten Ego-Shooter, Spiele, in denen man aus der "Ich-Sicht" mit Waffen auf Gegner schießt. Ein gutes Beispiel dafür ist das Spiel "Counterstrike", in welchem man als "Antiterrorist" oder "Terrorist" mit seinem Team versucht das gegnerische Team umzubringen. Kritiker behaupten nun, dass Spiele ein gewaltsames Vorgehen verharmlosen würden.

Dabei haben viele dieser Kritiker solche Spiele selbst noch nie gespielt. Allen Spielern ist bewusst, dass sie nicht auf echte Personen schießen, sondern auf einfache Pixel. Wir haben einen Klassenkamerad, der gerne "Ego-Shooter" spielt. Würde er deshalb auf echte Leute schießen oder einen Amoklauf begehen? Wohl kaum. Immer wieder hört man, dass Amokläufer vor ihrer Tat "Ego-Shooter" gespielt haben. Da allerdings viele der Jugendlichen heutzutage solche Spiele spielen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Amokläufer so ein Spiel schon einmal gespielt hat, sehr hoch. Das genannte "Counter-Strike" wird täglich von rund 670000 Spielern gespielt.

Doch nun zur anderen Seite der Videospiele. Es ist erwiesen, dass Videospiele positive Auswirkungen haben, dies hat eine Studie von Forschern aus Toronto bewiesen. Außerdem stärken sie Teamgeist und taktische Denkvermögen. So wird zum Beispiel die Hand-Augen Koordination oder das räumliche Denken gestärkt. Dadurch hat man es auch im Alltag leichter, wie beim Kochen, Schreiben und bei anderen, alltäglichen Bewegungen. Entgegen den typischen Sprüchen von Eltern, sollen Videospiele, bei normalem Konsum, die Sehfähigkeit sogar verbessern. Aber der wohl für Jugendliche wichtigste Fakt: Videospiele helfen beim Stressabbau.

Insgesamt hat sich in den letzten Jahren das Bild der Videospiele stark zum Positiven verändert. So werden in den Medien über Videospielmessen so ernst berichtet, wie über andere Messen auch. Einige Vorurteile, wie die gewalttätigen Gamer schleppen sie zwar noch mit, aber in der Zeit der Digitalisierung werden Computer immer wichtiger und da werden diejenigen, die früher Spiele gespielt und sich mit Computern beschäftigt haben, einen Vorteil besitzen.

Die Verfasser besuchen die Klasse 9b des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums in Baden-Baden.

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