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Die Blutspende rettet Leben
Dr. Klaus Franow bei der Spenderuntersuchung
13.04.2017 - 13:57 Uhr
Von Kevin Greter

Baden-Baden - Dr. Klaus Franow, Arzt bei der Blutspende, erklärt die Wichtigkeit der Blutspende, die Vorbereitung darauf und den Ablauf. Täglich werden in Deutschland ungefähr 11 000 Blutkonserven benötigt. Um diesen hohen Bedarf zu decken, ist es unbedingt notwendig, dass viele Menschen Blut spenden. Wer spenden möchte, sollte sich vorher aber gut informieren. Blutkonserven braucht man für verschiedene Operationen, zum Beispiel am offenen Herzen. Allein für das Auffüllen der Herz-Lungenmaschine, die vorübergehend die Herztätigkeit ersetzten muss, werden 15-20 Blutkonserven auf einmal benötigt.

Auch bei Unfällen mit großem Blutverlust benötigt man Blutkonserven, so wie während oder nach der Behandlung von Tumorerkrankungen. Bei früh- und neugeborenen Kindern mit Leberreifungsstörungen müssen Blutübertragungen erfolgen, um die kleinen Organe vor dem gelben Farbstoff, Bilirubin, zu schützen.

Außerdem können aus dem von Blutspendern erhaltenen Blutplasma viele medizinisch wertvolle Stoffe, wie zum Beispiel für die Blutgerinnung, gewonnen werden. "Wir sind somit unbedingt auf das Spenden von Blut angewiesen, um alle diese Aufgaben erfüllen zu können", erklärt Dr. Franow.

"Jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 72 Jahren kann 500 Milliliter Blut spenden, ohne gesundheitliche Probleme zu bekommen", sagt Franow. Erstspender dürfen nicht älter als 65 Jahre sein.

Wer Blut spenden möchte, sollte gesund sein und vor der Spende möglichst eineinhalb Liter alkoholfreie Flüssigkeit getrunken und auch etwas gegessen haben, am besten etwas mit vielen Kohlenhydraten. "Das ist ganz wichtig, weil ohne ausreichend gegessen und vor allem getrunken zuhaben, keine Blutspende möglich ist", betont Dr. Franow.

Außerdem muss jeder Spender einen gültigen Ausweis vorlegen.

Nach dem Anmelden zur Blutspende erhalten die Spender zwei Fragebögen, die sie ehrlich ausfüllen sollten. Diese Fragebögen werden dann mit einem Arzt besprochen, dabei beantwortet der Arzt auch Fragen dazu. Dann stellt er die sogenannte Spendentauglichkeit fest, anhand der ausgefüllten Fragebögen und einer Untersuchung. Dabei misst er die Körpertemperatur, den Blutdruck, den Puls und hört das Herz ab. Die Erstspender bekommen zusätzlich von dem Arzt eine ausführliche Aufklärung, über die Risiken der Blutspende und den weiteren Verlauf der Spende.

Nach der Abnahme eines halben Liter Blutes wird dieses im Institut auf verschiedene Krankheiten untersucht und die Blutgruppe bestimmt.

Nach knapp drei bis vier Wochen weiß der Spender, dass er im Bezug auf die untersuchten Krankheiten gesund ist, und kennt auch seine Blutgruppe.

"Mit einer Blutspende kann der Spender das Leben von drei Menschen retten. In der Zentrale der Blutspende wird das Vollblut in Blutplättchen, rote Blutkörperchen und Blutplasma getrennt und dann jeweils bei entsprechendem Bedarf übertragen", fasst Dr. Franow zusammen.

Der Autor besucht die Klasse Klasse 8b des Gymnasium Hohenbaden in Baden-Baden.

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