http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
"Ich bin halt so eine Rampensau"
Sarah Wachtel (links) und Maike Hillert haben Sebastian Dracu mit Fragen gelöchert. Foto: Hillert
24.04.2017 - 10:42 Uhr
Baden-Baden - Die zwei Schülerinnen Maike Hillert und Sarah Wachtel aus der Klasse 9b des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums haben sich im Rahmen der Aktion "BT in der Schule" mit dem Gitarristen Sebastian Dracu unterhalten. Er begann seinen Weg einst mit einer Garagenband in Oos. Heute spielt er aber nicht mehr nur in der Region, sondern ist mit seiner jetzigen Band deutschlandweit unterwegs. Im Jahr 2015 wurde er mit dem 33. Deutschen Rock- und Pop-Preis als bester Gitarrist Deutschlands ausgezeichnet. Doch das ist erst der Anfang, denn er hat noch größere Ziele.

Maike: Hallo Sebastian. Wie und wann kamst Du zum Gitarre spielen?

Sebastian: Ich habe das erste Mal eine Gitarre in der Hand gehalten, als ich sechs war. Das war aber in so einer langweiligen Konzertgitarrenstunde mit Old-School-Unterricht, was mir dann nicht so richtig Spaß gemacht hat. Ich habe dann auch relativ schnell die Gitarre wieder weggelegt und bin dann mit 14 wieder durch eine Garagenrockband von meinen Nachbarn und meinen besten Freunden zur E-Gitarre zurückgekommen.

Sarah: Wie oft übst Du?

Sebastian: Also, ich bin ehrlich gesagt froh, wenn ich eine Stunde am Tag zum Spielen komme. Früher war das natürlich mehr, da gab es im Alter von 16 und 17 auch Tage, an denen ich sechs bis sieben Stunden gespielt habe. Jetzt in den Semesterferien übe ich wieder mehr, und seitdem ich studiere ungefähr ein bis zwei Stunden am Tag.

Maike: Wie viele Gitarren hast Du?

Sebastian: Ich habe eigentlich nicht viele Gitarren, was man wohl so nicht erwarten würde. Ich muss zwar trotzdem nachzählen aber es sind insgesamt acht, aber eigentlich spiele ich nur auf dreien richtig.

Sarah: Spielst Du auch andere Instrumente?

Sebastian: Ich spiele wirklich sehr gerne Schlagzeug, Klavier und auch Bass.

Interview

Maike: Hast Du schon einmal eine Gitarre zerstört?

Sebastian: Nein! Ich habe noch nie eine Gitarre zerstört, weil ich das auch nicht übers Herz bringe, vor allem mit meinen Gitarren, die ich sehr mag und zum anderen ist es auch Geldverschwendung (lacht).

Sarah: Was macht Dir beim Gitarre spielen so viel Spaß?

Sebastian: Das komplette Paket. Es ist eigentlich alles, das Gefühl, das du dabei hast, egal ob Akustik oder E-Gitarre, ob Rockmusik oder keine Rockmusik, das Instrument ist einfach cool.

Maike: Du wurdest ja mit dem 33. Deutschen Rock- und Pop-Preis ausgezeichnet. Wie war Dein Gefühl, als Du das mitgeteilt bekommen hast?

Sebastian: Ich war sehr erstaunt und sehr überrascht, weil ich aus einem Moment der großen Frustration gerissen wurde. Ich bekam diesen Brief, als wir bei mir im Kellerstudio saßen und Songs aufgenommen haben, und nichts funktioniert hat und auf einmal kam der Brief, als ich mir einen Kaffee holen wollte. Ich habe ihn durchgelesen und war erst einmal auf Wolke sieben.

Sarah: Hast Du noch Lampenfieber vor Deinen Auftritten?

Sebastian: Also, es ist weniger geworden und nur noch vor ganz besonderen Shows, wenn es ganz groß ist oder besondere Anlässe sind. Dann habe ich vielleicht mal noch ein bisschen Lampenfieber. Ansonsten bin ich nicht so der Lampenfiebermensch, weil ich schon so für das Scheinwerferlicht lebe. Ich bin halt so eine Rampensau (lacht).

Maike: Schreibst Du Deine Songs selber?

Sebastian: Ja, natürlich. Bis jetzt habe ich jeden Song, den es von uns als Band gibt, selber geschrieben. Meine Bandkollegen vertrauen mir und meinen Songwriterqualitäten hierbei total, was mich sehr freut.

Sarah: Was inspiriert Dich dazu?

Sebastian: Es ist manchmal ganz komisch und manchmal auch ganz einfach. Zum einen sind es Geschichten, die einem vielleicht einmal im Leben passiert sind. Zum Beispiel ein Liebesdrama oder Ähnliches. Zum anderen fange ich manchmal an zu schreiben, weil ich so inspiriert bin, weiß allerdings gar nicht, wo es herkommt.

Sarah: Was empfiehlst Du jungen Gitarristen oder generell jungen Musikern für deren Zukunft?

Sebastian: Öffnet Euren Horizont, spielt verschiedene Instrumente und seid offen für verschiedene Musikrichtungen. Versucht möglichst viel zu lernen, denn man kann alles im Leben irgendwann gebrauchen. Und man sollte sich von vornherein nie verschließen, versucht so viel aufzusaugen, wie Ihr könnt, und habt Spaß! Außerdem traut Euch, Eure eigenen Songs zu schreiben.

BeiträgeBeitrag schreiben 
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die Temperaturen klettern laut Vorhersage im Laufe der Woche auf 16 Grad. Machen Ihnen die Temperaturschwankungen zu schaffen?

Ja.
Nein.
Ab und zu.

Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen