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Der lange Weg zur Anerkennung
Der lange Weg zur Anerkennung
24.04.2017 - 11:22 Uhr
Von Annika Kropp, Alisa Sukhman und Sarah Buchwald

Baden-Baden - Fußball ist die bekannteste und beliebteste Sportart auf der Welt. Überall wird gerne und viel Fußball gespielt, ob in der Freizeit oder professionell. Dieses Spiel war lange Zeit den Männern vorbehalten - obwohl die Frauen ebenfalls schon früh Gefallen an diesem Spiel fanden.

Ursprünglich stammt der moderne Fußball aus Großbritannien, es gab aber auch viele ähnliche Spielvarianten in den verschiedensten Ländern. Aber worum geht es bei diesem Spiel überhaupt, das ab dem 19. Jahrhundert so populär wurde? Um das Spiel zu gewinnen, muss man Tore schießen, und zwar mehr als die gegnerische Mannschaft. Damit allein ist es aber nicht getan. Ein gutes und attraktives Spiel zeichnet Fairness, Teamgeist und eine gute Taktik aus.

Aber nicht nur Männer finden bis heute Gefallen am Fußball, sondern auch die Frauen. Obwohl sie meist nicht so muskulös wie die männlichen Spieler sind, hindert sie das keineswegs daran, diese Art von Sport zu treiben. Genau dies dachte auch Nettie Honeyball, welche von 1871 bis 1901 in London lebte. Die britische Frauenrechtsaktivistin gründete 1894 die erste britische Frauenmannschaft, die "British Ladies". Am 23. März 1895 sahen rund zehntausend Menschen den Frauen in Röckchen über Knickerbockern und Hütchen zu, wie sie spielten. An diesem Tag fand das erste Spiel der Frauenfußballerinnen England-Nord gegen England-Süd statt, das England-Nord mit 7:1 gewann. In der Folgezeit erfreute sich das Frauenfußballspiel einer immer größeren Beliebtheit, bis am 5. Dezember 1921 den Frauen in England die Benutzung der Stadien verboten wurde. Die Sprecher der "Football Association" fanden, dass diese Sportart viel zu rau, männlich und gefährlich für die zarten Frauen sei. Diese Aussage kam dem Ende des Frauenfußballs in England gleich. Erst 1970 wurde das Verbot wieder aufgehoben.

Auch in Deutschland war in den 50er Jahren Frauenfußball ein Thema, welches immer wieder in Diskussion geriet. Und obwohl der Deutsche Fußballbund letztlich im Jahr 1955 den Frauen das Spielen verbot, spielten diese weiterhin in ihren eigenen Vereinen.

Erst am 31. Oktober 1970 hob der DFB auf seinem Verbandstag in Travemünde das Frauenfußballverbot wieder auf, allerdings unter einigen Bedingungen: Die Frauenteams sollten eine halbjährige Winterpause einhalten. Stollenschuhe wurden nicht erlaubt, auch mussten die Bälle kleiner und leichter sein. Das Spiel durfte nur 70 Minuten dauern, später wurde die Spieldauer um 10 Minuten erhöht. Seit 1993 gilt bei den Frauen ebenfalls die Spielzeit von zweimal 45 Minuten.

Nach vielen Jahren hatten die Frauen es endlich geschafft: Frauenfußball war und ist bis heute offiziell anerkannt.

Die Verfasser gehen in die Klasse 8b des Gymnasiums Hohenbaden.

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