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Flucht wirft viele Fragen auf
Flucht wirft viele Fragen auf
20.03.2018 - 15:40 Uhr
Von Sonja Gleike

Bühl - Weil Edward Snowden über die Umstände der NSA in Sachen Überwachungsprogramme verärgert war, gab er diese Geheimnisse der Öffentlichkeit preis. Deshalb wird er jetzt von vielen als Held angesehen.

Ein wichtiger Punkt ist das Verhalten von Edward Snowden selbst. Mit seinem Datenschatz hat er sich ausgerechnet in die beiden Länder geflüchtet, die Amerikas größte Widersacher und gleichzeitig zwei Feinde der Daten-, Meinungs- und Informationsfreiheit sind. Ihm muss bewusst gewesen sein, dass er sich dort mit Regimen einlässt, die an seiner Agenda nicht das geringste Interesse haben. Diesen Ländern geht es um die Daten auf seinen Computern und Festplatten, nicht um Bürgerrechte. Im Gegenteil, diese Länder nutzen Informationstechnologie im großen Stil, um politisch Andersdenkende zu unterdrücken. Snowden ist den Ländern in die Arme gelaufen, die nachweislich das betreiben, wogegen er sich einsetzen will.

Wer in den USA eine regierungskritische Mail oder SMS schreibt, gerät damit möglicherweise in einen gewaltigen Datenspeicher. Wer in China eine regierungskritische Mail, SMS oder andere Nachrichten schreibt, hat gute Chancen im Gefängnis zu landen.

Das ist ein Unterschied. Er ist ein amerikanischer Ex-Geheimdienstler mit einem Koffer voller höchst brisanter Informationen, der ungewöhnlich lang die Gastfreundschaft genoss. Ein normaler Mensch darf 24 Stunden ohne Visum auf dem Moskauer Flughafen bleiben. Snowden war über eine Woche dort.

Wenn ein amerikanischer Agent sich mit Geheiminformationen nach Moskau absetzt, darf man zumindest fragen, ob er nicht schlichtweg ein Überläufer ist. Ob seine Motive wirklich so ehrenswert sind, wie er vorgibt. 2014 erhielt er eine dreijährige Aufenthaltsgenehmigung in Russland, die um zwei Jahre verlängert wurde. 2018 könne sich Snowden zudem um die russische Staatsbürgerschaft bewerben. Dem Kreml-nahen Juristen Anatoli Grigorjewitsch Kutscherena zufolge hält sich Snowden an einem geheimen Ort in Russland auf; er reise viel und gehe einer Arbeit nach. Dennoch vermisse er die USA und seine Familie.

Unmittelbar nach dem Wahlsieg Donald Trumps hatte Kutscherma betont, dass sich Moskau auch nach einer möglichen Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen nicht auf eine Abschiebung einlassen würde.

Die Autorin besucht die Klasse 9d des Bühler Windeck-Gymnasiums

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