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"Schlauchkegeln" eine willkommene Abwechslung
Der Umgang mit der Technik, hier ein Verteiler für Löschwasser, muss geübt werden.  Foto: Bracht
22.03.2018 - 11:32 Uhr
Von Marilena See

Gaggenau - "Zum Einsatz fertig?" Dies ist einer der Sätze, die man in fast jeder Probe der Jugendfeuerwehr hört. Die Jugendlichen im Alter von neun bis 17 Jahren treffen sich üblicherweise einmal in der Woche, um an die Aufgaben einer Feuerwehr herangeführt zu werden. Ob Junge oder Mädchen: Jeder wird von Kopf bis Fuß mit der gleichen Ausrüstung ausgestattet.

"Es steht nicht nur die Ausbildung der Jugendlichen im Vordergrund, sondern auch die Fähigkeit im Team zu arbeiten und Spaß zu haben", sagt Harald Braun, der stellvertretende Gruppenleiter der Jugendfeuerwehr Gaggenau, Abteilung Oberweier.

Im Winter ist eher pauken angesagt, was aber keinesfalls langweilig ist. Neben der Knoten- und Fahrzeugkunde wird den jungen Feuerwehrleuten beigebracht, wie sie in Gefahrensituationen, beispielsweise bei Bränden oder Verkehrsunfällen, handeln müssen. Damit die "Action" auch in der kalten Jahreszeit nicht zu kurz kommt, wird die Fahrzeughalle schnell auch mal zur Bowlingbahn umgebaut.

Das "Schlauchkegeln" ist immer eine sehr willkommene Abwechslung. Zwei große Kanister dienen dabei als Tor, das beim Ausrollen verschiedener Schläuche getroffen werden muss. Bei wärmerer Witterung führen die Übungen häufig nach draußen. In drei verschiedenen Trupps wird dann die Situation eines Löschangriffes geübt. Gefragt sind hierbei unter anderem Teamgeist, Disziplin, Geschicklichkeit und Schnelligkeit. Mehr als einmal endet solch ein Sommerabend in einer "Batschnassprobe" mit willkommener Abkühlung aller Beteiligten.

Durchhaltevermögen müssen die Mitglieder bei der 24-Stunden-Probe beweisen. Die Jugendlichen treffen sich hierbei im Gerätehaus, welches dann auch zum Schlaflager wird. Mehrmals am Tag oder auch in der Nacht ertönt der "Piepser" und ruft zum nächsten Einsatz.

Neben den Proben finden über das Jahr verteilt die verschiedensten Ausflüge statt. Besuche eines jährlichen Zeltlagers oder des Europaparks in Rust gehören dabei zu den Höhepunkten.

Im Rahmen der Ausbildung bei der Jugendfeuerwehr können diverse Abzeichen erworben werden. Vom Schwimmabzeichen über die Jugendflamme bis hin zur Leistungsspange ist alles geboten. In der Freiwilligen Feuerwehr wird Jugendarbeit groß geschrieben. Wer Lust bekommen hat, zur Sicherheit seiner Mitmenschen beizutragen und gleichzeitig jede Menge Spaß zu haben, der kann sich an die Freiwillige Feuerwehr in seinem Wohnort wenden. Dann heißt es bald auch für den Neuen: "Zum Einsatz fertig!"

Die Autorin besucht die Klasse 9a am Goethe-Gymnasium in Gaggenau.

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