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Unterwegs in Trab und Galopp
Reiten ist nicht nur gut für den Körper, sondern stärkt beim Umgang mit dem Pferd auch das Selbstvertrauen.  Foto: Warth
03.04.2018 - 11:00 Uhr
Von Lisa Warth

Baden-Baden - "Man sitzt doch nur auf dem Pferd und macht gar nichts!" Diesen Spruch bekommt wohl jeder Reiter in seinem Leben einmal zu hören. Doch weit gefehlt, denn Reiten ist nicht nur eine Leidenschaft, sondern auch ein Sport, der viele Vorteile mit sich bringt.

Wer schon einmal an einer Reitstunde teilgenommen hat, der weiß: Am nächsten Morgen schmerzt es überall. Der Reitsport ist nämlich ein Ganzkörpersport, heißt, er trainiert fast alle Muskelgruppen. Hierbei wird besonders die Rücken- und Bauchmuskulatur in Anspruch genommen, denn auf dem Pferd soll die Haltung möglichst aufrecht sein, Hohlkreuz und Buckelrücken werden auf dem Reiterhof nicht gerne gesehen. Doch auch die Beckenbodenmuskulatur wird gestärkt, weshalb bei Reitern das Risiko der Inkontinenz (Unfähigkeit, den Harn zurückzuhalten) niedriger ist als bei den meisten Nicht-Reitern.

Man lernt vor allem seine Bewegungen zu koordinieren, denn der Reiter muss mit verschiedenen Hilfen, also den Einwirkungen des Reiters auf das Pferd, gleichzeitig arbeiten, damit das Pferd zum Beispiel in den Galopp übergeht. Die Balance des Reiters wird auch gefördert, denn wer nicht in einem hohen Bogen vom Pferd fliegen will, der muss lernen, sein Gewicht aktiv einzusetzen und sich auszubalancieren.

Primär Menschen mit Multipler Sklerose (MS) wird empfohlen, den Reitsport aufzunehmen, da Symptome wie Spastik (Krämpfe) positiv beeinflusst werden können, das ist in der Zeitschrift "aktiv mit ms", Sport-Ausgabe, nachzulesen. Eine anonyme MS-Erkrankte berichtet: "Seitdem ich mit dem Reiten angefangen habe, kann ich nun wieder besser gehen. Auch bei der Verarbeitung der Krankheit hat mir das Reiten geholfen, denn wenn man auf das Pferd steigt, lässt man die Probleme des Alltags hinter sich."

Doch nicht nur physische Fähigkeiten werden gefördert, sondern auch Fähigkeiten wie Durchsetzungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein, da man mit einem Pferd konsequent umgehen und es pflegen muss. Christin Duncan (30), Bürokauffrau, bekräftigt die wohltuende Wirkung des Reitens: "Der Reitsport gleicht den manchmal stressigen Alltag durch Kind und Arbeit aus, denn ich fühle mich jedes Mal entspannter und ausgeglichener, wenn ich vom Reiterhof komme; das Reiten ist eine Art Auszeit für mich. Auch das Training zum Aufbau der Beckenbodenmuskulatur nach der Geburt meines Kindes half mir sehr."

Dadurch steigert sich das Selbstbewusstsein, denn wenn man sich mit dem Pferd beschäftigt, muss man selbstsicher sein und dem Tier ein Gefühl von Sicherheit geben, da Pferde Fluchttiere sind. Doch am Ende des Tages ist für viele Reit-Begeisterte vor allem eines wichtig: Pferde sind Balsam für die Seele.

Die Autorin besucht die Klasse 9c des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums.

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