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Unklare Bedrohungslage
Unklare Bedrohungslage
03.04.2018 - 11:19 Uhr
Von Maximilian Reinfried

und Yoshi Heinrich

Bühl - Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un prahlt ständig mit seinen Atomwaffen. Doch was steckt wirklich dahinter? Bereits 2015 warnte das US-Korea Institute (USKI) vor dem nuklearen Fortschritt Nordkoreas. Das Land könnte sein Atomarsenal binnen fünf Jahren auf hundert Bomben nahezu verzehnfachen.

Das Institut hat die Studie in Washington veröffentlicht. Sie basiert auf Projektionen der Entwicklung von Waffentechnologie sowie auf Erfahrungen mit Atomprogrammen von Staaten wie Israel, Pakistan, Indien und China. Nordkoreas Atomprogramm werde in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich bedeutend ausgeweitet und stelle eine ernsthafte Herausforderung für die USA, Nordostasien und die internationale Gemeinschaft dar.

US-Militärs und Geheimdienste haben in den vergangenen Jahren in teils schrillen Tönen vor der nordkoreanischen Bedrohung gewarnt. Das USKI stimmt dem zu. In dem neuen Bericht ist die Rede davon, dass Nordkorea schon jetzt Plutonium-Atombomben besitzen könnte, die klein genug wären, um auf Mittelstrecken- oder Interkontinentalraketen ins Ziel gebracht zu werden. Diese Systeme seien bereits in der Lage, große Teile Nordostasiens zu erreichen. In Zukunft könne Pjöngjang auch eine begrenzte Zahl von Langstreckenraketen einsetzen. Die militärische Version der "Unha-3"-Rakete, mit der Nordkorea Ende 2012 einen Satelliten ins All gebracht hat, könne auch das Festland der USA erreichen.

Andere Experten wiederum halten die Drohungen und Waffen-Inszenierungen für nicht viel mehr als einen politisch motivierten Bluff. Sie behaupten, Nordkorea wäre nicht einmal in der Lage, überzeugende Attrappen zu bauen. Zudem müssten Raketen mit vielen Tests ihre Zuverlässigkeit beweisen.

Die Langstreckenraketen des Regimes hätten aber bisher wahrscheinlich noch keinen einzigen Versuch erfolgreich absolviert. Das Gleiche gelte für andere nordkoreanische Systeme.

Doch die Warnung des USKI wird offenbar ernst genommen. "Wir sind zutiefst besorgt darüber, dass Nordkorea seine nuklearen Fähigkeiten ausbaut", sagte Sung Kim, Nordkorea-Sonderbeauftragter der US-Regierung, bei einem Seminar in Washington. Er wollte den USKI-Bericht zwar nicht direkt kommentieren. "Aber wir wissen, dass die Arbeit an Nordkoreas Atomprogramm weitergeht."

Die US-Regierung glaubt aber nicht, dass Pjöngjang freiwillig sein Atomprogramm aufgibt. Deshalb werde man weiterhin Druck ausüben. Ähnlich äußerte sich US-Außenminister John Kerry. "Die friedliche Abschaffung von Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel bleibt ein Ziel der USA", sagte Kerry. Auch er sprach davon, gemeinsam mit Verbündeten "Druck auf Nordkorea auszuüben."

Die Autoren besuchen die Klasse 8a des Bühler Windeck-Gymnasiums

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