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Bundeswehr: Wie war es früher?
Bundeswehr: Wie war es früher?
09.04.2018 - 10:55 Uhr
Von Emily Giebler

Jeder hat schon einmal davon gehört: Bundeswehr. Wenn man heute an die Bundeswehr denkt, denkt man Männer und Frauen in grünen Uniformen mit Tarnmustern darauf. Sie gehen in Außeneinsätze, absolvieren spezielle zivile oder militärische Ausbildungen, und machen eventuell sogar Karriere.

Aber war das schon immer so? Nein. Die Bundeswehr war nicht immer so, wie sie heute ist. Emily Giebler hat sich mit ihrem Vater Klaus Giebler (51, Versicherungsfachmann) unterhalten, der früher dort war.

BT: Wie lange warst du bei der Bundeswehr ?

Klaus Giebler: Ich bin mit 18 Jahren zu der Bundeswehr gegangen. Von Oktober 1984 bis September 1988, also vier Jahre.

BT: Was hast du damals dort gemacht ?

Giebler: Ich war in Calw stationiert und war dort in der Waren- und Buchhaltung tätig beziehungsweise als Lagerist tätig.

BT: Wie kann man sich deinen Job im Alltag vorstellen?

Giebler: In Calw hatten wir ein großes Lager mit Ersatzteilen für zum Beispiel Fahrzeuge und Waffen. Wenn andere Kasernen also Ersatzteile benötigten, haben wir diese verpackt und von Lkw liefern lassen. Wir haben also Waren nachbestellt, geliefert und eingepackt. Außerdem haben wir die Buchhaltung geführt.

BT: Erfahrungen bei der Bundeswehr zu sammeln, ist ja nicht alltäglich. Was hast du denn aus diesen vier Jahren für dein jetziges und weiteres Leben mitgenommen?

Giebler: Aus der Zeit bei der Bundeswehr nahm und nehme ich immer noch mit, dass man niemals aufgeben sollte, auch wenn man sich kaputt und kraftlos fühlt, geht es trotzdem weiter. Und natürlich viel Erfahrung mit anderen Menschen. Da ich als Unteroffizier ein Vorgesetzter war, habe ich mich um andere gekümmert und war für sie zuständig.

BT: Das klingt toll! Wenn du jetzt auf deine Zeit bei der Bundeswehr zurückschaust, was hat sich denn am meisten verändert?

Giebler: Heute sind Frauen bei der Bundeswehr aktiv , was es zu meiner Zeit nicht gab. Außerdem gab es noch viele Ausbilder, Vorgesetzte und Soldaten, die im Krieg aufgewachsen sind und dadurch Kriegs- beziehungsweise Gefechtserfahrung hatten. Das bedeutet, die militärische Ausbildung war härter und es wurde viel mehr Druck ausgeübt, es wurde viel mehr die Leistungsgrenze gefordert und manchmal auch Dinge getan und gezeigt die heutzutage unmenschlich sind. Bei uns gab es Soldaten die bei einem Marsch zusammengebrochen sind, weil sie übermüdet und körperlich nicht fit waren. Auch heute gibt es diese Situationen noch, welche von der Presse aber breit getreten wird, von wegen bei der Bundeswehr würde es unmenschlich zu gehen. Das Verhältnis stimmt hier einfach nicht mehr, so wie es früher gewesen ist.

BT: Vielen Dank für dieses interessante Gespräch und deine Zeit.

Die Autorin besucht die Klasse 9c des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums.

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