Individuelle Förderung steht im Vordergrund
Im Kinderheim in Lichtental informieren sich die Schülerinnen Julia Hilger, Lea Wolf und Livia Benz (von links) über den Alltag in der Einrichtung.  Foto: Thorsten Schlegel
09.04.2018 - 11:22 Uhr
Von Lea Wolf, Livia Benz

und Julia Hilger

Baden-Baden - Das Kinder-und Jugendheim Baden-Baden wurde 1834 als "Stulzische Waisenanstalt" von Georg Stulz von Ortenberg gestiftet und vom Großherzog von Baden, Leopold V., gegründet. Seitdem unterstützt es Kinder und Jugendliche, die mit Problemen zu kämpfen haben.

Um mehr über das Leben und den Alltag der Kinder und Jugendlichen im Heim zu erfahren, kamen die Schülerinnen Lea Wolf, Livia Benz und Julia Hilger mit Heimleiter Hans-Peter Becker ins Gespräch.

Das Kinder- und Jugendheim in Baden-Baden/Lichtental hilft dabei, Probleme wie Leistungsstörungen, Autismus, depressive Symptome oder soziale und familiäre Probleme zu bekämpfen. Oft kommen diese Kinder ins Heim, da sie unter massiven Familienproblemen leiden. Es bietet ihnen eine Chance, diese Dinge zu minimieren, und sie werden in jeder Hinsicht unterstützt, damit sie sich leichter in die Gesellschaft integrieren können.

Etwa 250 Mitarbeiter arbeiten unter der Heimleitung von Becker, dem pädagogischen Geschäftsführer, und Achim Meier, dem kaufmännischen Geschäftsführer. Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren können dort aufgenommen werden. Weder Kinder noch Jugendliche sind dauerhaft dort, sondern nur so lange, bis die Familien alleine mit ihrem Kind zurechtkommen. Die etwa 300 Jungen und Mädchen werden auf ein Leben in "normalen" Familienverhältnissen vorbereitet.

Der Aufenthalt im Kinder- und Jugendheim dauert in der Regel zwei bis zweieinhalb Jahre, bis die traumatischen Ereignisse überwunden sind. Im Vordergrund stehen die individuellen Förderungen im sozialen Handeln und emotionalen Erleben sowie die Persönlichkeitsentwicklung. Mitarbeiter besuchen einzelne Familien zu Hause und helfen bei Schwierigkeiten innerhalb der Familie.

Die Kinder sind in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Mehrere Mitarbeiter kümmern sich intensiv um eine Gruppe, die aus bis zu zehn Personen bestehen kann. Die stationären Gruppen werden Tag und Nacht betreut. Jeder von Ihnen hat ein eigenes Zimmer - bis auf wenige Ausnahmen von jüngeren Kindern, die nicht alleine im Zimmer schlafen möchten. Die Kinder mit einem teilstationären Aufenthalt gehen abends wieder nach Hause.

Der Großteil besucht die angrenzende eigene "Stulz-von-Ortenberg-Schule" mit zusätzlicher Erziehungshilfe. In der Regel befinden sich acht bis zehn Schüler in einer Klasse. Während des Schuljahres findet ein permanenter Wechsel statt, da immer wieder neue Kinder kommen und andere gehen. Es ist durchaus wichtig, dass stationäre Kinder regelmäßig von ihren Familien besucht werden, um das Verhältnis zwischen Kind und Eltern zu verbessern.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen haben die Kinder die Möglichkeit, sich diversen Freizeitangeboten zu widmen oder sich selbst zu beschäftigen. Natürlich stehen Hausaufgaben und das Lernen für anstehende Klassenarbeiten auch auf dem Programm. Um die Selbstständigkeit der Kinder und Jugendlichen zu fördern, müssen sie alltägliche Aufgaben wie Kochen, Spülen, Tische eindecken und Aufräumen erledigen. Spätestens um 22.30 Uhr sollen alle zur Bettruhe kommen.

Die Kinder im Heim kommen ihren Verpflichtungen und Aufgaben nach, die sie mit Hilfe der engagierten Mitarbeiter gut bewältigen können.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 9a des Pädagogiums.

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