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Massemonster sichtbar gemacht
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09.04.2018 - 11:24 Uhr
Von Timo Grethel

Bühl - Es war eine aufregende Zeit im Event Horizon Telescope (EHT) Projekt. Nach vielen Jahren der Vorbereitung hat das Team im April des vorherigen Jahres eine einwöchige Beobachtungskampagne durchgeführt, die acht Teleskope in Hawaii, dem Südpol, Arizona, Spanien, Mexiko und Chile miteinander verband. Diese globale Zusammenschaltung von Teleskopen zielte auf zwei supermassereiche Schwarze Löcher, eines im Zentrum der Milchstraße und das andere im Herzen von M87 einer 53,49 Millionen Lichtjahren entfernten elliptischen Riesengalaxie.

Schwarze Löcher kennt fast jedes Kind aus Comics oder Filmen. Doch die meisten Menschen wissen nicht, um was es sich dabei handelt. Ein Schwarzes Loch ist ein vergleichsweise kleines Objekt im Universum, das in seiner unmittelbaren Umgebung, auch Ereignishorizont genannt, eine so starke Gravitation (Anziehungskraft) erzeugt, dass weder Materie noch elektromagnetische Wellen wie Licht diesen Bereich verlassen können. Meistens ist ein Schwarzes Loch zwar kleiner als die Erde, hat jedoch die Masse mehrerer Sterne in Sonnengröße. Beispielsweise müsste die Erde auf eine Kugel mit einem Radius unter einem Zentimeter komprimiert werden, damit ein Schwarzes Loch entsteht.

Laut Albert Einstein krümmen Schwarze Löcher die Raumzeit so enorm, dass es innerhalb des Ereignishorizontes nur noch eine Richtung gibt, die sogenannte Singularität. Da ihnen kein Licht entkommen kann, sind Schwarze Löcher noch dunkler als das Universum selbst und deshalb von der Erde aus betrachtet unsichtbar.

Dennoch haben Wissenschaftler das "EHT-Team" gegründet und das Event Horizon Telescope erbaut. Wie der am EHT mitarbeitende Forscher Eduardo Ros vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie berichtet, wurde von jedem Teleskop eine Datenmenge von 500 Terrabyte aufgenommen, das entspricht einem halben Kubikmeter leistungsstarker Festplatten. Da aber ein besonders harter Winter am SPT (South Pole Telescope) herrscht (kein Transport der Daten möglich) und die Übertragung einer solchen Datenmenge über das Netz undenkbar ist, müssen sich die Forscher gedulden, bis die Daten transportiert werden können. Nach langwieriger Zusammenstellung des Bildes wird uns dann laut Ros eine 200 mal 200 Pixel große schwarz-weiß Aufnahme zweier schwarzen Löcher erwarten.

Der Autor besucht die Klasse 8a des Bühler Windeck-Gymnasiums

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