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Das Risiko abwägen
Das Risiko abwägen
09.04.2018 - 11:27 Uhr
Von Veronika Ludwig

Bühl - Wenn in der Schule immer mehr Schüler fehlen und die Grippe die Runde macht, spricht man von einer Grippewelle. Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Fieber und Appetitlosigkeit sind die schlimmsten Symptome der Krankheit. Doch lohnt sich wirklich eine Grippeimpfung?

Die Grippeviren kommen von der Gattung der Influenza-Viren. Es gibt viele Arten und Weisen, wie man sich infizieren kann: zum Beispiel über die Tröpfcheninfektion. Das heißt, die Schleimhaut in Mund oder Nase oder sogar die der Augen bekommt durch Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen einer infizierten Person mit deren Viren in Kontakt. Dabei dringen die Influenza-Viren in die Schleimhaut ein und verbreiten sich, indem sie in eine gesunde Menschenzelle eindringen und diese dazu zwingen, mehr Viren zu produzieren. Wenn sich in der Zelle viele Viren entwickelt haben, platzt sie, und die neuen Viren dringen in weitere Zelle ein. Auf diese Art und Weise vermehren sich Viren. Man wird krank und fühlt sich schlecht.

Darüber, ob eine Schutzimpfung empfehlenswert ist, gehen die Meinungen auseinander. Eigentlich ist das Influenza-Virus nicht das Gefährliche an der Krankheit, sondern die bakterielle Sekundär-Infektion, die darauf folgen kann. Da das Immunsystem mit den Grippeviren beschäftigt ist und geschwächt wird, dringen Bakterien leichter in den Körper ein. Deshalb sollte man während und nach einer Grippe nicht arbeiten gehen oder Sport treiben. Ein geschwächtes Immunsystem kann zu einer Lungen-, Skelettmuskulatur- oder sogar Herzentzündung führen.

Wenn man sich in den ersten Herbstmonaten impfen lässt, so sagt es das Robert-Koch-Institut (RKI), ist man für die kommende Grippewelle gerüstet. Für die nächste jedoch wiederum nicht, denn das Grippevirus mutiert von Jahr zu Jahr, und Forscher müssen immer einen neuen Impfstoff austüfteln. Man sagt auch, der Impfstoff sei nicht sehr wirkungsvoll und dass er sogar Nebenwirkungen mit sich trage. Es können sich Autoimmunerkrankungen entwickeln, das heißt, dass das Immunsystem den eigenen Körper wie einen Krankheitserreger bekämpft. Doch trotz der Risiken lassen sich viele Menschen Jahr für Jahr gegen Grippe impfen. Für manche Personengruppen ist eine Impfung auch sehr empfehlenswert. Personen, die älter als 80 sind, sowie die, welche unter chronischen Krankheiten leiden wie Diabetes, Asthma oder Herzerkrankungen leiden. Auch wer unter einer Immunschwäche leidet, sollte sich impfen lassen. Fazit: Man kann sich gegen Grippe impfen lassen, sollte jedoch die Risiken bedenken und sich fragen, ob man es wirklich braucht.

Die Autorin besucht die Klasse 8a des Bühler Windeck-Gymnasiums

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