https://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Veganismus: Ein Trend,
Veganismus: Ein Trend,
19.02.2019 - 10:05 Uhr
Von Marisa Stolz

Baden-Baden - Bei der veganen Ernährung verzichten Menschen auf jegliche tierischen Produkte, nicht nur in der Ernährung, aber warum? Was überzeugt Menschen davon, vegan zu leben? Was spricht dafür und was dagegen?

Es gibt viele Überzeugungen, die Veganer als Gründe für ihren Lebensstil anführen. Ethische Aspekte, die eigene Gesundheit und die Umwelt sind hierbei die Bekanntesten.

Die Massentierhaltung in der Fleischindustrie wollen viele Menschen nicht unterstützten, da sie mit dem Tod der Tiere nichts zu tun haben wollen. Wer sich allerdings genauer informiert, erfährt auch, dass die Eier- und Milchproduktion für die Tiere mit einem schmerzhaften Tod endet. Auch Fell oder Leder sind keine Beiprodukte mehr, sondern ein eigener Industriezweig. Einige der Menschen, die sich vegan ernähren, verzichten also für die Tiere auf die Tiere.

Der zweite große Punkt ist die Gesundheit. Auf die Frage, ob Veganer nicht unter einer Mangelernährung leiden, sagt die Albert Schweizer Stiftung, dass das durchaus möglich ist. Es gibt einige kritische Nährstoffe, wie beispielsweise Vitamin B12, die man ergänzend zuführen muss. Man bekommt diese nicht aus pflanzlichen Lebensmitteln. Tieren wird dieses Vitamin allerdings auch ins Futter gemischt, da sie es nicht selbst produzieren. Man muss also bei der veganen Ernährung, wie bei jeder anderen Ernährungsform, auf Ausgewogenheit und auf eine ausreichende Nährstoffzufuhr achten. Wer weniger tierische Produkte konsumiert, nimmt weniger Antibiotika auf, die den Tieren vorbeugend verabreicht werden und damit in unserem Fleisch stecken. Tierische Produkte enthalten praktisch keine Ballaststoffe, die für unsere Verdauung von äußerster Wichtigkeit sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass eine ballaststoffreiche Ernährung den Cholesterinspiegel senkt und das Risiko für Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkte verringert.

Der umweltliche Aspekt bezieht sich beim Veganismus wieder auf die Massentierhaltung. Vor allem für die Futtermittel der Tiere muss die Umwelt leiden. Der Boden wird durch chemische Dünger verschmutzt und der Regenwald wird für Tierfutterplantagen abgeholzt. Außerdem entsteht ein großer Teil aller Emissionen- Studien sprechen von rund 30 Prozent aller Abgase- durch die Fleischindustrie. Kühe produzieren große Mengen Treibhausgase während ihrer Verdauung. Außerdem werden Wasser- und Luftverschmutzungen teilweise auf die Massentierhaltung zurückgeführt.

Es gibt also sowohl Argumente für als auch gegen eine rein pflanzliche Ernährung. Ob und wie viel man auf tierische Produkte verzichtet, bleibt jedem selbst überlassen. Es ist nur wichtig, sich bewusst zu sein, was unser Konsum - nicht nur von tierischen Produkten, sondern allgemein - auf uns, andere und unsere Umwelt für Auswirkungen hat.

Die Autorin besucht die Klasse 10a der Klosterschule vom Heiligen Grab.

BeiträgeBeitrag schreiben 
Umfrage

Am 16. Oktober ist Welternährungstag. Laut einer aktuellen Prognose leiden allein im südlichen Afrika 41 Millionen Menschen an Hunger. Spenden Sie für Hilfsorganisationen?

Ja, regelmäßig.
Ja, manchmal.
Nein.


https://www.caravanlive.de/
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz