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G9- Der Schlüssel zum besseren Abitur?
19.02.2019 - 13:53 Uhr
Von Marc Wagschal

Baden-Baden - Baden-Württemberg hat die Gymnasialzeit zum Schuljahr 2004/05 verkürzt. Seit 2013/14 können Schüler an 44 Modellschulen das Abitur auch wieder nach neun Jahren ablegen. So auch am Markgraf-Ludwig-Gymnasium (MLG) in Baden-Baden. Doch wieso lassen sich Schüler auf eine längere Schulzeit ein, etwa für ein besseres Abiturergebnis? Marc Wagschal hat mit Marie-Julie Weber, Schülerin der Klasse 10 am MLG, gesprochen.

BT: Frau Weber, weshalb haben Sie sich vor fünfeinhalb Jahren für den G-9-Zug entschieden?

Marie-Julie Weber: Das G-9-Modell verspricht, sich gerade für komplexere Themengebiete mehr Zeit zu nehmen und diese intensiv zu beleuchten. Dadurch soll der potenzielle Leistungsrückfall einzelner Schüler vermieden beziehungsweise verhindert werden. Das war ausschlaggebend für meine Entscheidung eine G-9-Schule, das Markgraf-Ludwig Gymnasium zu besuchen.

BT: Sind sie mit Ihrer bisherigen Entscheidung zufrieden?

Weber: Im jetzigen Augenblick habe ich den Verdacht, dass das Schulmodell eines zusätzlichen Jahres beziehungsweise die Schulen jenes 13. Schuljahr eher als "Puffer" für Ausfallstunden benutzten, da zu wenige Lehrkräfte vorhanden sind. Ich selbst kriege mit, wie Unterrichtseinheiten entfallen, es den Schülern aber zugesichert wird, dass es im 13 Schuljahr genügend Nachholmöglichkeiten geben würde. Dies entspricht jedoch nicht der Leitidee des G-9-Systems, welche ausführlicheren, individuell fördernden Unterricht verspricht.

BT: Was ist Ihrer Meinung nach am G-9-Modell ausbaufähig?

Weber: Den extremen Stundenausfall, der sich insbesondere in den Mittelstufen bemerkbar macht, durch den ein ausführlicher Unterricht gar nicht gewährleistet werden kann. Ebenso wird das Wiederholen des Unterrichtsstoffes zwar praktiziert, dies aber nicht in ausreichenden Maße, um einen qualitativen Unterricht in Vorbereitung auf die Abiturklausuren zu gewährleisten.

BT: Viele Schüler der G-8-Gymnasien beklagen einen enormen Leistungsdruck. Wie stehen sie dazu?

Weber: Enormer Leistungsdruck ist keine schöne Sache, das möchte ich nicht anzweifeln, dennoch empfinde ich es so, dass gerade auf G-8-Gymnasien zwar mehr gefordert, allerdings auch mehr gefördert wird. Das gleicht meiner Meinung nach zumindest einen Teil des Drucks aus, da die Lehrkräfte immerhin bemüht sind den Schülern eine gute Wissensbasis zu vermitteln.

Der Autor besucht die Klasse 10a der Klosterschule vom Heiligen Grab.

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