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Deutschland - Land der Nichtschwimmer
Deutschland - Land der Nichtschwimmer
25.02.2019 - 15:11 Uhr
Von Sophie Katzenberger



und Tamina Heite

Baden-Baden - Deutschland wird zu einem Land der Nichtschwimmer. Es können immer weniger Menschen schwimmen. Ob es nur an den Bäderschließungen liegt oder welche Faktoren noch eine Rolle spielen, ist nicht immer klar. Tatsache ist aber, dass Mitmenschen, die nicht schwimmen können, sich und andere in Gefahr bringen.

Schwimmen spielt heutzutage eine nicht mehr so wichtige Rolle wie vor mehreren Jahren. Es hat sich herausgestellt, dass jeder vierter Erwachsene nicht schwimmen, beziehungsweise sich nicht über Wasser halten kann. So stellt man sich die Frage, warum viele nicht schwimmen können? Angst vor Wasser, Scham vor dem eigenen Körper, keine Gelegenheit es zu lernen oder keine Lust sind Ursachen dafür. Auch mangelnde Fitness, zu wenig Zeit oder andere Religion sind Gründe für das fehlende Schwimmvermögen. Dies nimmt demjenigen die Möglichkeit an sozialen Leben teilzunehmen oder sich einfach körperlich fit zu halten, findet Andreas Bieder von der deutschen Sporthochschule in Köln.

Auch 60 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen können nicht gut schwimmen. Es wurde bewiesen, dass nur 40 bis 60 Prozent aller Grundschulkinder ein Jugendschwimmabzeichen haben, sagt das Meinungsforschungsinstitut Forsa. Außerdem finden viele Schwimmlehrer, dass an Grundschulen schwimmen beigebracht werden sollte. Dies wird aber dadurch erschwert, dass ungefähr Einviertel der Grundschulen keinen Zugang zu Schwimmbädern hat.

Der erste Vorsitzende der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) der Ortsgruppe Baden-Baden, Simon Gerstner, bekräftigt dies im Gespräch mit den beiden Schülerinnen Sophie Katzenberger und Tamina Heite:

BT: Herr Gertsner, wann sollte man schwimmen lernen?

Simon Gerstner: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder zwischen vier und fünf Jahren am besten schwimmen lernen. In diesem Alter nehmen sie es am besten auf und benötigen weniger Zeit, um es zu lernen. Je früher desto besser.

BT: Warum sollte man schwimmen lernen?

Gerstner: Ja, weil schwimmen ein ganz wichtiger Teil ist, der auch zum Leben dazugehört. Jeder Erwachsene und jedes Kind sollte schwimmen können, wenn man Urlaub am Baggersee oder am Meer macht, ist Schwimmen natürlich ein wichtiger Teil. Und Schwimmen war viele Jahre Volkssport hier in Deutschland - das stirbt so ein bisschen aus. Leider! Viele, viele Kinder können nicht mehr schwimmen und dem versuchen wir hier in der DLRG entgegenzuwirken.

BT: Wo sollte man schwimmen lernen?

Gerstner: Natürlich hier bei uns in der DLRG (lacht). Einerseits weil wir hier gut ausgebildete Trainer haben, andererseits aber auch viele Trainer pro Kind, die dabei sind, um den Kindern schwimmen beizubringen. Auch bei unseren Kinderschwimmkursen, immer freitagabends, haben wir Gruppen von je zehn Kindern und sechs Beteuern. Wenn man dies vergleicht mit anderen Schwimmkursen, sind es in der DLRG deutlich mehr Trainer pro Kind. Bei der DLRG ist das Verhältnis sehr gut, weil es ist natürlich gewährleistet, dass dann das einzelne Kind die beste Ausbildung bekommt, die mö glich ist.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 8b der Klosterschule vom Heiligen Grab.

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