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Endlich Nichtraucher
25.02.2019 - 16:58 Uhr
Von Simona Tancredi



und Nicki Lott

Baden-Baden - Wir sitzen hier mit Leonhard Baur (69) und Eva Baur (60). Beide sind ehemalige Raucher. Leonhard Baur blickt nachdenklich auf den Tisch: "Ich habe 60 bis 80 Zigaretten am Tag geraucht."

Laut Infografik des deutschen Ärzteblattes aus dem Jahr 2018 rauchen 28,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Zwölf Prozent davon sind Jugendliche. Coolness und Gruppenzugehörigkeit verleitet zu Beginn der Raucherkarriere. Es folgt die Nikotinabhängigkeit.

Biologisch gesehen erreicht Nikotin in sieben Sekunden das Gehirn. Dann setzt es sich an Rezeptoren in den Zellen fest. Dadurch werden Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin und Endorphine freigesetzt. Dies erzeugt einen kurzen Glücksrausch. Abhängigkeit erfolgt bereits nach vier Wochen. Rund 60 Prozent der Raucher möchten laut der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention in der Schweiz aufhören. Dabei spielt die Herangehensweise eine entscheidende Rolle.

Eva Baur erzählt sie habe 14 Jahre lang geraucht. Ein für sie einschneidendes Erlebnis war, als sie mit ihrem damaligen Freund in ein teures Restaurant ging und sich nach dem Essen eine Zigarette anzündete. Das Pärchen am Nachbartisch warf ihr einen völlig abwertenden Blick zu. "So eine Person wollte ich nicht sein!", beteuert sie energisch. Sie fasste den Entschluss, noch am selben Abend mit dem Rauchen aufzuhören. Auch Leonhard Baur stoppte das Rauchen durch ein prägendes Ereignis. Sein damaliger, zwanzig Jahre älterer Professor überholte ihn bei einer sportlichen Aktivität um Längen. "Er zeigte mir, was es heißt, wenn man wegen des Rauchens keinen Sport machen kann."

Trotz starker Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen, Reizbarkeit, Verdauungsstörungen und Schwindel konnte er sein langfristiges Ziel erreichen.

Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, das Verlangen nach Nikotin zu stoppen. Dadurch fallen die Entzugserscheinungen auch wesentlich milder aus. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention in der Schweiz ist überzeugt, dass das Zulassen größerer Unterstützung durch Beratung und Nikotin-Therapien die Erfolgschancen erhöhen.

Nachdem, was wir gehört haben, sind wir überzeugt, dass es neben dem Hilfssystem ein entscheidendes Erlebnis im Leben des jeweiligen Rauchers benötigt. Zu wünschen wäre es allen, die den Entschluss gefasst haben endlich Nichtraucher zu werden.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 8b der Klosterschule vom Heiligen Grab.

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