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Taschengeld: Wie viel ist gerechtfertigt?
Taschengeld: Wie viel ist gerechtfertigt?
26.02.2019 - 13:07 Uhr
Von Luca Schlageter



und Rami Bourouis

Baden-Baden - Wie viel Taschengeld sollten 14 bis 17-Jährige im Monat bekommen? Jedes Elternteil kennt diese Situation: Das Kind will mehr Taschengeld, sie verweigern es und schon entsteht ein Konflikt innerhalb der Familie.

Doch bekommen Kinder wirklich zu wenig Taschengeld, oder haben Eltern recht, wenn sie eine Taschengelderhöhung strikt ablehnen?

Dafür haben Luca Schlageter (14) und Rami Bourouis (14) einige Schüler der Klasse 9a des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums (MLG) befragt, landesweite Statistiken verglichen und dazu die Rechtslage in Deutschland geprüft.

Bei der Befragung der Jugendlichen des MLGs wurde festgestellt, dass viele Schüler für ihr Geld arbeiten gehen. Ob im elterlichen Betrieb, wie uns eine 14-jährige Schülerin erzählte, oder bei kleineren Nebenjobs, wie Zeitung austragen oder Babysitten, wie auch die 14-jährige Ella ihr Taschengeld verdient. Sie berichtete ferner, dass sie einen Großteil ihres Verdienstes spart, für zukünftige Ziele, wie in ihrem Fall, einen Rollerführerschein. Andere Jugendliche bekommen dagegen kein geregeltes Taschengeld, dafür werden Klamotten und Essen in der Mittagspause von den Eltern bezahlt. Zusammenfassend kann man sagen, dass die meisten Jugendlichen zufrieden mit ihrem Taschengeld sind.

Doch wie viel braucht oder benötigt ein Kind? Laut einer Statistik des Jugendamtes sollen Eltern 14- bis 15-jährigen Kindern 25 bis 30 Euro Taschengeld im Monat geben. Bei 16- bis 17-Jährigen sind es 5 Euro mehr im Monat. Laut einer telefonischen Umfrage, die auf der Seite "Statista" veröffentlicht wurde, kriegen 56 Prozent der Jugendlichen den geeigneten Taschengeldbetrag von 25 bis 30 Euro. Außerdem gaben 25 Prozent der Befragten an, dass sie 31 bis 50 Euro bekommen, 13 Prozent gaben an über 50 Euro zu erhalten. Somit erhalten nur 56 Prozent der deutschen Jugendlichen den vom Jugendamt empfohlen Geldbetrag.

Doch wofür geben die Jugendlichen eigentlich ihr Geld aus? Die meisten geben es für Süßigkeiten, Klamotten und ihre Hobbys aus, oder sie sparen das Geld für Ziele in der Zukunft.

Wie sieht es der deutsche Staat mit dem Taschengeld für Jugendliche? Für dieses Thema wurde extra ein Gesetz vereinbart, das im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) in § 110 mit der Überschrift "Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln" vorzufinden ist. Das Gesetz, auch genannt der "Taschengeldparagraph", erlaubt es Kindern, die das siebte Lebensjahr erreicht haben, mit ihrem Taschengeld zu kaufen, was sie wollen. Das bedeutet in der Praxis, dass das Kind einen Kaufvertrag abschließen kann, auch ohne Zustimmung der Erziehungsberechtigten, wenn er die Leistungen mit Taschengeld erbringen kann. Zudem schreibt der "Taschengeldparagraph" keinen Höchstbetrag vor, das heißt, dass das Kind alles kaufen kann, wenn es die finanziellen Mittel erlauben. Bei größeren Beträgen kann der Verkäufer zur Sicherheit die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter verlangen, dort haben die Eltern die Möglichkeit, das Geschäft nachträglich rückgängig zu machen.

Zum Schluss kann man sagen, dass jede Familie ausmachen sollte, wie viel ihr Kind bekommt. Die Tabelle des Jugendamts ist nur eine Hilfestellung, um den geeigneten Betrag für das eigene Kind festzulegen.

Die Autoren besuchen die Klasse 9a des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums .

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