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Plastik im Meer: Erst vergiften wir den Ozean, dann uns selbst
Plastik im Meer: Erst vergiften wir den Ozean, dann uns selbst
26.02.2019 - 13:17 Uhr
Von Johanna Olhausen, Jule Tränkel und Jodie Fülle

Baden-Baden - Plastik verschmutzt nicht nur unsere Um- und Tierwelt, sondern ist auch in unseren Körpern zu finden. Das Problem ist nicht mehr zu übersehen und gerät somit auch immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Warum genau und für wen ist dieser Kunststoff so schädlich und was kann jeder Einzelne tun, um den Plastikverbrauch zu reduzieren?

Jedes Jahr werden weltweit mehr als eine Trillion Plastiktüten verwendet, die dann meistens nicht richtig entsorgt werden und so zum Beispiel in unsere Meere gelangen. Dort befinden sich derzeit zehn Millionen Tonnen Müll, davon bestehen 75 Prozent aus Kunststoff. Dadurch wird unsere Tierwelt bedroht, denn die Meerestiere verwechseln Plastiktüten beispielsweise mit Quallen und fressen sie. Da sie die Plastikteile nicht richtig verdauen können, sterben viele daran. Andere Meeresbewohner, wie Fische oder Muscheln, nehmen kleinste Plastikpartikel über das Wasser auf. Das wird nun auch zum Problem von uns Menschen, wenn wir diese Tiere essen, denn auf diese Weise gerät das sogenannte Mikroplastik auch in unseren Körper. Der eigentliche "Witz": Schuld daran sind wir selbst. Aber nicht nur so nehmen wir diese kleinen Teilchen auf. Auch über Lebensmittelverpackungen gelangen sie in unsere Nahrung. Die kleinsten Teilchen von ihnen können sich in unseren Geweben ablagern. Welche Ausmaße sie genau haben, ist derzeit noch ungeklärt.

Wenn Sie nun versuchen, den Plastikmüll zu reduzieren, dann tun Sie nicht nur der Umwelt, sondern auch sich selbst etwas Gutes. Dabei gibt es viel effizientere Möglichkeiten den Verbrauch im Alltag deutlich zu verringern. Schon morgens im Badezimmer kann auf Verpackungsmüll aus Plastik verzichtet werden. Zum Beispiel gibt es Duschgels, Cremes, Deodorants und andere Pflegeprodukte in Glasgefäßen; Haar- und Zahnbürsten mittlerweile sogar aus Holz. Beim Einkaufen ist es am besten, wenn sie in einen Supermarkt gehen, der extra darauf ausgelegt ist, Verpackungs- und vor allem Plastikmüll einzusparen. Wenn Sie diese Möglichkeit nicht haben, gibt es aber auch viele andere Alternativen. Milch, Joghurt und Wasser können ebenfalls in Glasflaschen gekauft werden, Wurst wird am besten an der Fleischtheke gekauft, da die Ware sogar in selbst mitgebrachte Dosen und Boxen eingepackt werden kann. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass beim Kaufen von Obst und Gemüse nur Papiertüten oder Mehrwegnetze verwendet werden.

Die Menschen müssen aber immer der Versuchung widerstehen, Waren mit Plastikverpackungen zu kaufen. ,,Wo es Plastik gibt, wird der Mensch Plastik kaufen!", so Vivien Timmler gegenüber der ,,Süddeutschen Zeitung". Wenn der Plastikmüll erst einmal richtig entsorgt wurde, und nicht in die Umwelt gerät, dann wird er wiederverwendet, denn: "Plastik gehört nicht in die Meere, sondern ins Recycling", erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze der ,,Süddeutschen Zeitung". Wenn ganz auf den Kunststoff verzichtet werden würde, dann wären diese Maßnahmen aber nicht einmal mehr notwendig. Viele Menschen sind der Meinung, dass sie Politik in diesem Punkt mehr eingreifen sollte. "Es sollten striktere Gesetze oder sogar Verbote eingeführt werden", sagte uns eine Frau in der Stadt Baden-Baden. Eine andere Anwohnerin des Kurortes in Baden-Württemberg ist der Meinung, dass, ,,mindestens Plastiktüten komplett verboten werden sollen. Sonst würde in Zukunft mit Sicherheit noch viel mehr passieren!".

Eine Sache ist aber jetzt schon sicher: Wenn wir nicht bald eingreifen, dann wird es im Jahr 2050 mehr Plastikmüll als Fische in unseren Meeren geben.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 9a des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums .

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