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Mädchen im Jungssport
Mädchen im Jungssport
27.02.2019 - 12:55 Uhr
Von Helene Hund und Rebecca Konrad

Baden-Baden - Freizeitaktivitäten, wie Boxen, Judo oder Fußball, werden oft als Jungssport bezeichnet. Dagegen gelten Reiten oder Tanzen als Mädchensport. Doch stimmt das? Es gibt viele Sportgruppen, die nur aus Jungen oder Mädchen bestehen.

Die Mädchengruppen stehen bei sogenannten Jungssportarten häufig im Hintergrund. Zum Beispiel bei der Leichtathletik gelten verschiedene Richtlinien für Jungen und Mädchen. Ein Junge muss daher beim Ausdauerlauf einen Kilometer laufen, während seine Klassenkameradin nur 800 Meter zurückzulegen hat.

Der Forscher Joel Stager von der Fakultät für Gesundheit und Sporterziehung der Indiana University (USA) hat allerdings bewiesen, dass die Leistungen von Jungen und Mädchen bei gleichen körperlichen Voraussetzungen relativ gleich sind. Warum gibt es eine solche Ungleichbehandlung, wenn Mädchen und Jungen gleiche Leistungen bringen? Dieses Problem tritt nicht nur bei sportlichen Freizeitaktivitäten auf, sondern auch im Profisport. Ein klassisches Beispiel ist der Frauenfußball, denn obwohl Fußballerinnen genau so viel leisten wie die Männermannschaften werden sie oft viel schlechter bezahlt und können seltener von ihrem Gehalt aus dem Profifußball leben. Darüber hinaus empfinden viele Männer Frauenfußball als langweilig.

Frauen müssen sich ebenfalls im Berufsleben mit diesem Thema auseinandersetzen. Oft werden Frauen mit den gleichen Qualifikationen, für den gleichen Beruf, schlechter bezahlt als Männer. Der Gender Pay Gap (die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von Männern und Frauen, angegeben in Prozent) beträgt in Deutschland 21 Prozent (aktualisiert Mai 2018).

Um die Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen zu beenden, wäre es ein erster Schritt, dass Mädchen genauso selbstverständlich in Jungssportarten Fuß fassen.

Dieses Selbstbewusstsein, dass sie daraus erzielen, zieht sich durch alle Lebensbereiche. Letztendlich führt es auch dazu, dass die finanzielle Benachteiligung im Berufsleben beendet wird.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 8c der Klosterschule vom Heiligen Grab.

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