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Sich einlassen können
07.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Lara Hertel, Kim Rost, Jasmin Zimmer



und Katrin Hohwieler

Rastatt - Auch an Gymnasien ist es seit einigen Jahren üblich, Schulsozialarbeiter an der Schule zu haben. Am Ludwig-Wilhelm-Gymnasium ist dies seit 2014 Heike Tafler.



Auf die Frage, warum sie sich für diesen Beruf entschieden hat, antwortet Heike Tafler: "Die Arbeit mit Menschen ermöglicht mir, mit ihnen in für sie schwierigen Situationen verschiedene Perspektiven zu beleuchten und gemeinsam Alternativen für deren Bewältigung zu finden. Es freut mich dabei immer, wenn ich zu neuen Entwicklungen beitragen kann."

Seit 1994 sei sie in der Jugendhilfe tätig, und der Beruf mache ihr bis heute Spaß: "Ich habe in verschiedenen Bereichen, die mit unterschiedlichen Aufgaben besetzt waren, gearbeitet, bis hin zur Schulsozialarbeit. Diese Vielfältigkeit hat mich bis heute motiviert."

Die Schulsozialarbeiterin habe schon früh gewusst, im sozialen Bereich arbeiten zu wollen, und zunächst Sozialwesen studiert, weil dieser Bereich ein vielschichtiges Spektrum an Berufsfeldern abdecke. Während des Studiums habe sie sich dann auf den Bereich der Jugendhilfe spezialisiert. Die Eigenschaften, die man als Schulsozialarbeiter braucht, sind Empathiefähigkeit, Frustrationstoleranz und Geduld. Auch die Kompetenz, sich auf sein Gegenüber wertfrei einzulassen, ist ein Muss. Die häufigsten Themen in der Beratung seien Lern- und Leistungsschwierigkeiten, außerschulische Schwierigkeiten, Mobbing und Sucht, berichtet Heike Tafler.

Eine Herausforderung in ihrem Job sei es jedoch, Berufliches und Privates zu trennen, dazu sei eine gute Psychohygiene erforderlich. "Es ist wichtig, zu lernen, einen freien Kopf zu bekommen, um die Themen, denen ich in der Arbeit ausgesetzt werde, objektiv betrachten und angehen zu können. Ich werde immer wieder mit schwierigen Biografien konfrontiert und muss trotz persönlichen Bezugs professionell handeln", erklärt sie.

Zum Beruf eines Sozialarbeiters gehören jedoch nicht nur Beratungen, sondern auch die Teilnahme an Arbeitskreisen, zum Beispiel zum Thema "Illegale Drogen". Auch die Vorbereitung von Präventionsangeboten oder Dokumentationen und die Organisation übergeordneter Themen wie der Elternabend "Lernen lernen", der am 8. Mai in der Badner Halle in Rastatt stattfindet, sind Teil des Berufs. Die Schulsozialarbeit erfordere viel Geduld und Toleranz, jedoch sei der Beruf sehr vielfältig und werde somit nie langweilig, was ihn sehr reizvoll mache.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 9b des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums Rastatt.

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