https://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Ein Meer aus Plastik
Ein Meer aus Plastik
11.03.2019 - 17:19 Uhr
Von Philipp Feuerer



und Philipp Braun

Bühl - Weltweit sterben jährlich zehntausende Meerestiere an Plastikmüll in den Meeren, so berichtet der Umweltverband NABU. In jedem Quadratkilometer der Meere befinden sich hunderttausende Teile von Plastikmüll. Viele Tiere verwechseln das Plastik mit natürlicher Nahrung und ersticken daran.

Etwa 75 Prozent der zehn Millionen Tonnen Müll, die jährlich in die Meere gelangen, bestehen aus Plastik. Insgesamt befinden sich nach Schätzungen von Forschern ungefähr 150 Millionen Tonnen Müll in den Meeren. Bis 2030 soll sich die Zahl verdoppeln, bis 2050 vervierfachen. Die Forscher befürchten, dass gigantische Müllteppiche entstehen.

Strände unbewohnter Inseln versinken schon jetzt geradezu im Müll. Kleine Plastikpartikel, sogenanntes Mikroplastik, können durch die Fische auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Mikroplastik gelangt beim Waschen von Kunststofftextilien oder durch Autoreifenabrieb ins Abwasser sowie teilweise in Flüsse und Meere. Das Plastik kann auch von der Schifffahrt oder Fischerei stammen. Hauptsächlich kommt das Plastik vom Land über die Flüsse in die Meere.

Das meiste Plastik stammt aus Ländern, in denen die Abfallentsorgung nicht gut funktioniert, da ihnen das Geld fehlt. Laut World Wide Found for Nature (WWF) nimmt die Menge an Kunststoffverpackungen zu. Eine Ursache davon ist die Herstellung von Produkten, die weniger als fünf Minuten genutzt werden, wie beispielsweise Kaffeebecher. Irische Wissenschaftler des Galway-Mayo Institute of Technology fanden in 94 Prozent ihrer Wasserproben aus dem Nordostatlantik Plastik. 89 Prozent davon war Mikroplastik. Die norwegische Umweltbehörde stellte fest, dass der größte Anteil des Mikroplastiks nicht von Kosmetik oder Kleidung stammt, sondern von Reifenabrieb.

Jeder kann dazu beitragen, dass die Müllteppiche nicht noch größer werden und in Folge dessen nicht noch mehr Tiere sterben. So empfiehlt Greenpeace beispielsweise, statt Kunststofffasern Naturprodukte zu benutzen. Außerdem sollte unnötiges Plastik vermieden werden, indem auf andere umweltfreundlichere Materialien, wie zum Beispiel Holz, Glas, Stoff oder Metall zurückgegriffen wird. Umweltschützer rufen dazu auf, sich an Müll-Aufräumaktionen zu beteiligen. Verbraucher sollten sich auch nicht von sogenanntem "Bioplastik" wie scheinbar kompostierbaren Tüten blenden lassen. Um einen eigenen Beitrag zum Erhalt der Umwelt zu leisten, sollte möglichst schon beim Einkauf auf Plastikverpackungen verzichtet werden und bereits benutzte Dinge wiederverwendet werden. Außerdem sollte der eigene Müll ordnungsgemäß entsorgt werden. Abschließend kann gesagt werden, dass Plastikmüll eine ernst zu nehmende Bedrohung für die Meere ist. Zur Lösung des Problems kann jeder beitragen.

Die Autoren besuchen die Klasse 9c des Bühler Windeck-Gymnasiums.

BeiträgeBeitrag schreiben 
https://www.freizeitmessen-freiburg.de/
Umfrage

Trotz magerer Zinsen haben laut einer aktuellen Erhebung 24 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren ein Sparbuch. Nutzen Sie diese Form der Geldanlage noch?

Ja, wie früher.
Ja, für kleinere Beträge.
Nein.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz