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Zwischen Bürgerrecht und -pflicht
14.03.2019 - 11:24 Uhr
Von Anna-Maria Ort, Sophia Gukenheimer und Maximilian Kinderknecht

Rastatt - ,,Wir können die Welt nicht retten, indem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern, alles muss sich ändern, und zwar heute." So spricht Greta Thunberg auf einer Klimakonferenz im Oktober in Helsinki. Seit August 2018 demonstriert die 16-Jährige jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament für mehr Klimaschutz. Mittlerweile folgen ihrem Beispiel weltweit zahlreiche Schüler.





Statt die Schulbank zu drücken, gehen die Jugendlichen freitags unter dem Motto ,,Fridays for Future" auf die Straße, um zu zeigen, dass sie nicht zusehen wollen, wie die Erde unter dem Klimawandel zu leiden hat und um Greta in ihrem Kampf für eine konsequentere Klimapolitik zu unterstützen. Doch ist ein kollektives Schule-Schwänzen der richtige Weg, um Engagement für die Umwelt zu beweisen?

Laut dem deutschen Grundgesetz hat jeder Bürger das Recht, friedliche Demonstrationen zu veranstalten. Gleichzeitig besteht jedoch für alle deutschen Schüler Schulpflicht, weshalb ein Fernbleiben vom Unterricht aufgrund einer Demonstration als Verstoß gilt.

Die Protestmärsche während der Schulzeit werden somit zu einem Spannungsfeld zwischen Bürgerrecht und Bürgerpflicht. A uch die Verantwortlichen in der Schulverwaltung stecken hier in der Zwickmühle. Einerseits zeigen sich viele Schulleiter begeistert vom Einsatz der jugendlichen Demonstranten, sind andererseits aber dazu verpflichtet, die Regelverstöße zu ahnden, sodass viele Protestteilnehmer mit Strafarbeiten und Nachsitzen rechnen müssen.

Einige andere wiederum vertreten die Ansicht, dass Umwelt- und Klimaschutzinteressierte in ihrer Freizeit für dieses Thema einstehen und sich zum Beispiel in umweltbezogenen Schulprojekten und Arbeitsgemeinschaften einsetzen sollten. So ehrenwert das auch sein mag, wird hierbei jedoch eines nicht erreicht: Globale Aufmerksamkeit. Diese ist der Bewegung um Greta gerade durch die andauernden Diskussionen über den "Schulstreik" gewiss.

Der Klimawandel und die damit einhergehenden Probleme betreffen uns alle. Daher wäre es wünschenswert, dass man diesem Thema auch ohne Regelverstöße die entsprechende Aufmerksamkeit entgegenbringt und allen Menschen, die sich im Umwelt- und Klimaschutz in irgendeiner Form engagieren, die verdiente Beachtung schenkt.

Die Autoren besuchen die Klasse 9a des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums Rastatt.

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