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Ort des letzten Wunsches: Die letzte Station des Lebens im Hospiz Kafarnaum
Ort des letzten Wunsches: Die letzte Station des Lebens im Hospiz Kafarnaum
14.03.2019 - 11:27 Uhr
Von Leona D'Onofrio, Celina Heite und Elisa Wagner

Baden-Baden - Zu jedem Leben gehört der Tod dazu. In dieser schmerzvollen Zeit ist man auf die Hilfe anderer angewiesen. Ein Hospiz begleitet Sterbende und deren Familien auf dem letzten Weg, so auch das Hospiz Kafarnaum in Ebersteinburg. Um das Wohl der Patienten kümmern sich examinierte Kranken- und Altenpflegekräfte sowie eine Ordensschwester. Zusätzlich sorgen geschulte Mitarbeiter des Ambulanten Hospizdienstes Baden-Baden täglich für ihre "Gäste". Ein Hausarzt kümmert sich um die medizinische Betreuung. Die Mitarbeiter können sich die benötigte Zeit für ihre Patienten nehmen.

"Ich spüre es intuitiv, dann braucht der Mensch zwei, drei Stunden und auch wenn ich nur drei Stunden arbeite, nehme ich mir dann die Zeit für diesen einen Menschen", sagt Bea M., 45, ehrenamtliche Sterbebegleiterin. Das Hospiz nimmt zwölf Sterbende auf, die in liebevollen Zimmern mit schönem Blick auf den Merkurwald leben. Ihre Angehörigen haben die Möglichkeit, in Gästezimmern ihren Verwandten und Freunden beizustehen.

Das Hospiz erfüllt die letzten Wünsche der Sterbenden. Dazu zählen, letzte Geburtstage zu feiern und die Lieblingsessen serviert zu bekommen. Darum kümmert sich die Köchin. Sie kocht individuell jeden Wunsch - besonders aus der Kindheit - für die Patienten.

Täglich sterben Gäste, dann werden Kerzen vor das Zimmer des Verstorbenen gestellt. Der Abschied einer teilweise monatelangen Verbindung fällt den Mitarbeitern oft ziemlich schwer. "Wenn man hier arbeitet, weiß man täglich, dass man auch sterben wird. Man sieht es, wie schmerzvoll ein Verlust ist und das bewegt einen zu Hause auch", sagt Filomena Strolz, 48, Krankenschwester. Deshalb lernen die Mitarbeiter, mit einer professionellen Nähe mit dem Gast gut umzugehen. Sie unterstützen sich gegenseitig, weinen zusammen und geben sich zusammen Halt. Außerdem unterstützen die Ehepartner die Mitarbeiter und helfen ihnen, die Arbeit von dem Leben zu Hause zu trennen. Dennoch ist die Arbeit eher bereichernd als belastend. Das Hospiz wird von dem Förderverein unterstützt, da die Krankenkasse nicht alle Kosten übernimmt und es langfristig für die Bürger der Region erhalten werden soll.

Die Autorinnen besuchen die Klasse 8a der Klosterschule vom Heiligen Grab.

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