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Brexit könnte den Briten auf die Füße fallen
Brexit könnte den Briten auf die Füße fallen
15.03.2019 - 17:33 Uhr
Von Bogdan Artyushenko

Rastatt - Der geplante Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union rückt immer näher - am 29. März soll es so weit sein, Großbritannien bahnt sich alleine einen neuen Weg durch das Weltgeschehen, doch lohnt es sich ökonomisch wirklich für Briten aus der EU auszutreten?

Bei dem Referendum vom 23. Juni haben die Briten mit 51,89 Prozent für einen Austritt aus der EU entschieden, ein knappes Ergebnis, doch ist es wirklich gut für die Briten, auszusteigen?

Die Zeit wird immer knapper, es werden aber kaum Ergebnisse gefunden, Großbritannien will im EU-Binnenmarkt bleiben, aber nicht in der EU sein - genau wie es Norwegen und die Schweiz im Moment machen. Sie hätten dann wie die Schweiz und Norwegen jedoch kein Stimmrecht über Entscheidungen in der EU, die auch eventuell sie beträfen. Viele Firmen, die ihren Sitz in Großbritannien haben, ziehen um in die EU, wie beispielsweise in die nahe gelegen Niederlande. Dem Vereinigten Königreich könnte eventuell auch ein Zerfall drohen, da Schottland bei einem Ausstieg noch mal ein Unabhängigkeitsreferendum anpeilen dürfte und es da höhere Chancen auf Erfolg gäbe, nachdem das Unabhängigkeitsreferendum am 18. September 2014 gescheitert war. Großbritannien müsste neue Handelsverträge mit Staaten aus der ganzen Welt abschließen, und zwar mit schwächeren Ergebnissen, als wenn sie die Verträge mit der EU im Rücken ausgehandelt hätten. Laut Schätzungen des Arbeitgeberverbandes CBI würden in dem Vereinigten Königreich schlimmstenfalls 950 000 Arbeitsplätze wegfallen - ein Desaster für die britische Wirtschaft! Bei einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung wurde festgestellt, dass der Brexit den Briten bis zu satten 300 Milliarden Euro kosten könnte. Die britische Wirtschaft kann nach dem Brexit nicht mehr so schnell wachsen, da ihnen da wichtige Partner fehlen könnten.

Der Brexit kann zu einer riesigen Katastrophe für das Vereinigte Königreich führen, wenn man sich nicht richtig darauf vorbereitet. Und es sieht danach aus, dass die britische Regierung nur Versprechen zu neuen Plänen macht, aber die Termine ständig verschiebt - sie wollen möglichst alle Vorteile, die sie in der EU genießen können, behalten, aber dafür möglichst nichts abgeben müssen - klar, dass die EU sich weigert ihnen entgegenzukommen, wenn sie es schon so großzügig gemacht hatten. Es bleibt nur noch wenig Zeit, ein knapper Monat, um einem solchen Szenario zu entkommen.

Der Brexit wäre ein harter Schlag für die Europäische Union und die momentan wirtschaftlich starken Briten, beide Seiten werden durch diesen mehr als kuriosen Ausstieg einen wirtschaftlichen Schaden erleiden, zumindest zeitweise, wie es dann für beide Seiten nach einigen Jahren aussieht, kann man im Moment schwer beurteilen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Verschieben des Ausstiegs oder ein zweites Referendum das Vereinigte Königreich noch retten könnten, wobei ein Verbleib Großbritanniens für beide Seiten, die EU und Großbritannien, vor allem für die EU am besten wären.

Der Autor besucht die Klasse 8a des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums.

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