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Bundeswehr: Pro und kontra
Bundeswehr: Pro und kontra
15.03.2019 - 17:55 Uhr
Von Leo Schmitt



und Niklas Großmann

Rastatt - Seit ihrer Gründung 1955 hat sich die Bundeswehr stetig weiterentwickelt. Wir haben einen Bundeswehrsoldaten sowie eine Bundeswehrgegnerin interviewt. Der Soldat hat sich für die Bundeswehr entschieden, da er seinen Job verloren hatte. Nach etlichen Versuchen, eine neue Arbeitsstelle zu finden, suchte er nach Möglichkeiten und Alternativen. Zufällig lernte er im Bekanntenkreis eine Soldatin kennen und führte einige interessante Gespräche mit ihr. Aussichten auf einen sicheren Arbeitsplatz sowie ein geregeltes Einkommen überzeugten ihn. Schließlich bewarb er sich bei der Bundeswehr und wurde tatsächlich genommen.

Wir befragten auch eine Redakteurin der Zeitschrift "Rosa Luxemburg". Sie meinte, dass es so in den meisten Fällen sei: Die Leute verlören ihren Job und fänden keinen neuen. "Dann gehen sie halt zum Bund, sie haben ja keine andere Möglichkeit", so die Redakteurin. Außerdem sagte sie, dass die meisten Soldatinnen und Soldaten aus schlechten Verhältnissen kämen. Zudem findet sie es "krank", dass in öffentlichen Medien für die Bundeswehr geworben wird, da der Krieg dort als "fröhlich und gut" dargestellt wird.

Der Soldat vertritt die Meinung, dass die Einsätze der Bundeswehr jedoch sehr wichtig sind, von der Presse aber gerne in einem schlechten Bild dargestellt würden. Schließlich bildeten Bundeswehrsoldaten auch andere Soldaten in fernen Ländern aus und verteidigten das Bündnis im Rahmen der NATO und der EU. Außerdem leiste die Bundeswehr Katastrophenhilfe im In- und Ausland.

Im Gegenzug meinte die Redakteurin, dass die Bundeswehr eher zur Verteidigung der eigenen Grenzen eingesetzt werden sollte. Generell seien die Einsätze, zum Beispiel in Syrien nicht schlecht, um Terroristen zu bekämpfen und den Menschen dort zu helfen. Jedoch muss Deutschland dann auch bereit sein, mehr Flüchtlinge aufzunehmen und somit die Konsequenzen zu tragen. Antiterroreinsätze seien an sich nicht falsch, jedoch sollten die Truppen dann auch wieder abgezogen werden. Zudem sollte wesentlich mehr Aufbauhilfe vor Ort geleistet werden.

Dem Ausbildungsschiff Gorch Fock steht der Soldat positiv gegenüber, denn er sieht es als "Aushängeschild" der Deutschen Marine. Seit der ersten Ausbildungsfahrt 1959 hätten fast 15 000 Männer und Frauen unter harten Bedingungen "Teamgeist gelernt" und den Kampf mit Naturgewalten bestanden. Diese besonderen Erfahrungen auf einem solchen Segler (Dreimaster) seien an keinem Computer zu erlernen, deshalb ist das Ausbildungsschiff nicht ersetzbar. Außerdem wurden die Sicherheitsstandards stetig verbessert. Trotzdem sieht er ein, dass die Reparaturkosten und Instandhaltungskosten Unmengen an Geldern verschlingen, was viele Kritiker ärgert.

Die Redakteurin findet die Gorch Fock eine unnötige Geldverschwendung, da ein großer Teil der Bevölkerung nicht weiß, was die Gorch Fock überhaupt ist. Sie sieht das Schiff als Machtdemonstration der Marine. Die Kosten stehen ihrer Meinung nach in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Schlussendlich stellt sich heraus, dass es momentan mehr Argumente gibt, die gegen die Bundeswehr sprechen und auch in der Bevölkerung das Ansehen der Bundeswehr in den letzten Jahren gelitten hat. Jedoch ist nicht jedes Argument gegen die Bundeswehr berechtigt, da die Bevölkerung oft zu wenig über die Hintergründe der Bundeswehr informiert ist.

Die Autoren besuchen die Klasse 8 a des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums

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