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Was ist eigentlich Schulsozialpädagogik?
Was ist eigentlich Schulsozialpädagogik?
20.03.2019 - 10:51 Uhr
Von Hagen von Schickh, Scarlet Eßlinger und Sarah Strack

Baden-Baden - Drei Schüler aus der Klasse 9 des Pädagogiums Baden-Baden haben ihre Schulsozialpädagogin Heike Winkler interviewt.

BT: Frau Winkler, wie lange sind sie schon am Pädagogium?

Heike Winkler: Am Pädagogium bin ich schon seit Januar 2009.

BT: Wie lange arbeiten Sie schon als Schulsozialpädagogin?

Winkler: Seit ich 33 bin, das heißt also schon 20 Jahre. Erst habe ich eine Berufsausbildung gemacht, danach habe ich für eine Zeit an einer Hauptschule gearbeitet.

BT: Was mögen Sie an ihrem Job?

Winkler: Am meisten mag ich an meinem Job den Kontakt mit Menschen. Gut sind auch die vielfältigen und abwechslungsreichen Hilfsangebote, die nicht langweilig werden.

BT: Was bedeutet eigentlich Schulsozialpädagogik?

Winkler: Was ich hier mache, ist auf der einen Seite Beratung und Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit Lern- und Leistungsstörungen. Ich beschäftige mich auch mit Verhaltensauffälligkeiten im Unterricht. Ich gebe Hilfsangebote, wenn es Probleme bei dem Sozialverhalten gibt. Außerdem bin ich Ansprechpartner bei Gewaltbereitschaft, bei aggressiven Verhalten, in Beziehungsstörungen und bei Motivationsproblemen. Ich helfe auch beim Vermitteln von Fachdiensten, sofern diese benötigt werden. In diesen Situationen bin ich in der Region gut vernetzt und kann Kontakte herstellen, was sehr wichtig ist. Dabei kooperiere ich unter anderem mit der Schulleitung und den Klassenlehrern.

BT: Was hat sich in den letzten Jahren am Pädagogium positiv oder negativ verändert?

Winkler: In Bezug auf die Schulsozialpädagogik ist mir aufgefallen, dass im Trainingsraum am Anfang, als er eingeführt wurde, es sehr viele Besuche wegen Unterrichtstörungen gab, aber mittlerweile sind es weniger geworden. Dies ist sehr positiv. Aber manchmal vermisse ich eine Kollegin, mit der man sich austauschen kann, wenn mich ein Fall beschäftigt. Ich habe zwar ein nettes Kollegium, aber manchmal wünsche ich mir einfach einen professionellen und ausgebildeten Kollegen.

BT: Denken Sie, es hilft Schülern wirklich, wenn Sie im Unterricht gestört haben und sie zu ihnen geschickt werden?

Winkler: Also ich denke schon, dass es den Schülern hilft, wenn ich mit ihnen das Trainingsraumprogramm durchführe. Natürlich gibt es manchmal Ausnahmen, die eigentlich nie im Unterricht stören. Dass man mal redet, finde ich aber in allen Situationen wichtig. In dieser Auszeit können dann sowohl der Lehrer als auch der Schüler etwas runterfahren, um dann ruhig den Unterricht weiterzuführen.

Die Autoren besuchen die Klasse 9b des Pädagogiums.

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