"Das Lied der Matrosen"
'Das Lied der Matrosen'
Rastatt (red) - Das Schlosskino in der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte zeigt heute um 18 Uhr "Das Lied der Matrosen". Der Film wird begleitend zur Sonderausstellung "Weimar - Die erste deutsche Demokratie" gezeigt. Er wurde zum 40. Jahrestag des Kieler Matrosenaufstands produziert. Die Regie führten Kurt Maetzig und Günter Reisch, Darsteller: Ulrich Tein, Horst Kube, Reimund Schelcher und andere.

Der Film zeigt laut einer Mitteilung, wie sich deutsche und russische Soldaten während der Oktoberrevolution 1917 verbrüdern. Als die deutsche Admiralität im Herbst 1918 trotz der sicheren Niederlage das Auslaufen der Schlachtflotte zu einer letzten "ruhmreichen" Seeschlacht befiehlt, verweigern sich viele Matrosen. Ihre Meuterei ist der Auslöser für die revolutionären Ereignisse in Deutschland seit November 1918. Der mit bis zu 15.000 Statisten im Auftrag der DDR-Führung gedrehte Film veranschaulicht die Deutung, aber auch die Instrumentalisierung der Revolution von 1918 in der DDR. Eindrucksvoll werden zudem die katastrophalen Lebensbedingungen der Matrosen der Kaiserlichen Marine dargestellt.

Führung durch die Sonderausstellung beginnt um 17 Uhr

An den Schlosskino-Tagen bleibt die Erinnerungsstätte durchgehend geöffnet. Wer mehr über die dramatische Entstehung der Weimarer Republik erfahren will, kann sich bei einer Führung durch die Sonderausstellung "Weimar - Die erste deutsche Demokratie. Hoffnung in der Niederlage - Aufbruch - Ernüchterung" um 17 Uhr auf das Schlosskino einstimmen.

Symbolfoto: Stadt Weimar

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