Gold für deutsches Eiskunstlaufpaar
Gold für deutsches Eiskunstlaufpaar
Pyeongchang (dpa) - Bereits zu Beginn des sechsten Wettkampftags bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hat die deutsche Mannschaft genauso viele Goldmedaillen geholt wie vor vier Jahren in Sotschi insgesamt. Die Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot sicherten im Paarlauf-Wettbewerb den achten Olympiasieg für das deutsche Team.

Savchenko/Massot holten sich mit einer Klasse-Kür noch den ersten Platz und machten nach dem verpatzten Kurzprogramm gleich drei Ränge gut - auch weil die Konkurrenten patzten. Die Wahl-Oberstdorfer setzten sich gegen die Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong aus China und die Kanadier Meagan Duhamel/Eric Radford durch. Für Savchenko war es bereits die dritte Olympia-Medaille. Es ist das erste olympische Paarlauf-Gold für Deutschland seit 66 Jahren.

Im Riesenslalom verpasste Gold-Favoritin Viktoria Rebensburg eine Medaille knapp. Die beste deutsche Skirennfahrerin landete beim Sieg der Amerikanerin Mikaela Shiffrin auf Rang vier. Auf die drittplatzierte Federica Brignone aus Italien fehlten Rebensburg nur zwölf Hundertstelsekunden. Die 28-Jährige vergab die Chancen auf eine bessere Platzierung durch einen groben Fehler im ersten Lauf und konnte damit nach Gold 2010 und Bronze 2014 nun in ihrer Spezialdisziplin kein Edelmetall gewinnen.

Die Hoffnungen von Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen auf eine Olympia-Medaille in der Abfahrt erfüllten sich ebenfalls nicht. Als Fünfter sorgte der Skirennfahrer aus Mittenwald aber für das beste Olympia-Resultat eines deutschen Abfahrers seit Markus Wasmeiers viertem Platz 1992 in Albertville. Gold sicherte sich der Norweger Aksel Lund Svindal vor seinem Teamkollegen Kjetil Jansrud und dem Schweizer Favoriten Beat Feuz.

Deutschlands Eishockey-Team gab derweil nach achten Jahren ein glückloses Olympia-Comeback und verlor das erste Vorrundenspiel deutlich mit 2:5 (1:2, 0:2, 1:1) gegen Finnland. Zu nervös präsentierte sich die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm gegen spielerisch klar bessere und effizientere Finnen.

Foto: dpa