Prozess gegen Schwimmlehrer: 23 Nebenkläger
Prozess gegen Schwimmlehrer: 23 Nebenkläger
Baden-Baden (red) - Ein ehemaliger Schwimmlehrer, der Kinder während des Unterrichts missbraucht haben soll, muss sich vom kommenden Mittwoch an vor Gericht verantworten.

Die Hauptverhandlung findet vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Baden-Baden statt. Der 33-Jährige sitzt seit knapp einem Jahr in Untersuchungshaft.

Dem nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht geständigen Angeklagten werden schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in zahlreichen Fällen, Nötigung, Körperverletzung und Herstellung kinderpornografischer Schriften zur Last gelegt.

Vorfälle sollen sich im Raum Rastatt, Baden-Baden, Achern und Lörrach zugetragen haben

Zwischen Oktober 2015 bis September 2017 sollen sich die Vorfälle im Raum Rastatt, Baden-Baden, Achern und Lörrach ereignet haben. Nach der Anklageerhebung vom 16. Mai hat die Kammer die Anklage weitgehend zur Hauptverhandlung zugelassen.

Nur in drei der 201 angeklagten Fälle, die den Missbrauch von drei bislang nicht identifizierten Mädchen in Gernsbach und Achern betreffen, wurde die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, da das Gericht der Auffassung war, diese Taten hätten nicht hinreichend konkretisiert werden können. Gegenstand des Hauptverfahrens sind jetzt noch 198 Taten.

23 der geschädigten Kinder als Nebenkläger zugelassen

46 der von der Staatsanwaltschaft benannten 88 Zeugen sowie ein Sachverständiger wurden bislang geladen. Das Gericht hat vorerst neun Verhandlungstage bis zum 30. Oktober terminiert.

23 der geschädigten Kinder wurden auf Antrag ihrer Erziehungsberechtigten als Nebenkläger unter Beiordnung von insgesamt drei Rechtsanwälten zugelassen.

Foto: hli

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