Eichhörnchen Pippilotta wird ausgewildert
Eichhörnchen Pippilotta wird ausgewildert
Karlsruhe (lsw) - Das Karlsruher Eichhörnchen-Mädchen Pippilotta darf nach fünf Wochen wieder Freiheit schnuppern. Wie ihre Pflegemama Larissa Fritzenschaf mitteilte, soll die Kleine an diesem Wochenende ausgewildert werden.

Pippilotta machte Schlagzeilen, weil sie sich am 9. August so hartnäckig an die Fersen eines Mannes geheftet hatte, dass der die Polizei alarmierte. Das nur wenige Wochen alte Tier war an die Wildtierauffangstation Karlsruhe abgegeben worden, wo es aufgepäppelt wurde.

Die Helfer gehen davon aus, dass das Tier aus einem Nest gefallen war und den Mann aus purer Not verfolgt hatte. Die Kleine war stark dehydriert, schwach und am Auge leicht verletzt.

Inzwischen ist Pippilotta topfit, knabbert Nüsse und Obst und hat schon in einer Außenvoliere Sprungkraft bewiesen. Auch hat sie mit Ziehbruder Björn einen Kameraden gefunden. Mit ihm soll sie ins wahre Leben entlassen werden.

Freigehege bleibt zunächst noch Rückzugsraum

Dazu werden zwei Schlupflöcher der Voliere geöffnet - groß genug für Eichhörnchen, aber zu klein für einen Marder. "So haben die beiden einen sicheren Rückzugsort", sagte Fritzenschaf. Denn anfangs kommen ausgewilderte Eichhörnchen gern zurück. Nach und nach wird der Bewegungsradius größer, bis sie ganz ihr Ding machen. "Erwachsensein bedeutet bei Eichhörnchen nämlich auch, als Einzelgänger allein zu leben", erläuterte Fritzenschaf.

Im Vergleich zu anderen Handaufzuchten sei Pippilotta - die mit ihrem feuerroten Fell an das rothaarige Mädchen im Kinderbuch erinnert - weniger auf die Zieheltern fixiert und habe es recht schnell abgelehnt, gefüttert zu werden. "Sie hat einen eigenen Kopf, ist sehr selbstständig und macht, was ihr gefällt." Sollte im Winter die Nahrung draußen knapp werden, gebe es an der Voliere etwas: "Das Futterbord ist immer bestückt."

Archivfoto: dpa

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