Rund 50 Kurden reisen nach Straßburg weiter
Rund 50 Kurden reisen nach Straßburg weiter
Karlsruhe (red) - Nachdem der Kurdenmarsch am Dienstag in Karlsruhe frühzeitig durch die Versammlungsbehörde der Stadt Mannheim beendet wurde, blieb die Nacht ruhig.

Wie die Polizei mitteilte, gab es keine weiteren Vorkommnisse mehr. Am Mittwochmorgen hatten sich bis 10 Uhr rund 50 Teilnehmer des Marsches in einem Kulturzentrum in Karlsruhe versammelt. Diese rüsteten sich erneut mit Demonstrationsutensilien und fuhren dann mit einem Reisebus nach Straßburg. Dort wollen sie die hungerstreikenden Kurden besuchen. Ursprünglich war geplant, dass die Teilnehmer des Kurdenmarsches gemeinsam am Samstag in Straßburg ankommen, um dort für die Freilassung des in der Türkei inhaftierten Kurdenführers Abdullah Öcalan zu demonstrieren.

Wie berichtet, war der Marsch am Dienstag abgebrochen worden, da die Versammlungsteilnehmer immer wieder verbotene Parolen mit Bezügen zur "Arbeiterpartei Kurdistans" (PKK), die als Terrororganisation eingestuft ist, skandiert hatten. Ebenso wurden Flugblätter ohne Impressum verteilt, was ein Verstoß gegen das Landespressegesetz darstelle. Die Aufforderung der Polizei, dies zu unterlassen, ignorierten einige Teilnehmer. Die Polizei umzingelte daraufhin im Bereich des Karlsruher Fächerbads die Personen und errichtete eine Kontrollstelle, um so die Identität der Versammlungsteilnehmer festzustellen. Dabei leisteten einige Marschteilnehmer Widerstand. "Die Beamten wurden dabei mit Schlägen und Tritten attackiert und teilweise verletzt", heißt es im Bericht der Polizei. Ebenso seien auf dem Areal Messer auf dem Boden gefunden worden.

Archivfoto: nie

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