Bäder: Dünne Personaldecke
Bäder: Dünne Personaldecke

Baden-Baden (red) - Bis zu 100 Bäder im Südwesten haben laut dem Landesverband der Deutschen Schwimmmeister Probleme mit der Besetzung der Aufsichten. Einschränkungen gibt es auch in der Region, wie eine BT-Umfrage ergab.


Wie berichtet, sind reduzierte Öffnungszeiten oder geschlossene Bäder in Baden-Württemberg inzwischen keine Einzelfälle mehr. In Mittelbaden ist die Situation je nach Ort unterschiedlich.

Gernsbach: Jedes Bad an einem Tag zu

Die dünne Personaldecke macht sich auch im Murgtal bemerkbar. Weil es an qualifizierten Aufsichtskräften und an Fachangestellten für Bäderbetriebe mangelt, muss die Stadt Gernsbach in dieser Saison die Öffnungszeiten reduzieren und lässt jeweils eins ihrer vier Freibäder an einem Tag in der Woche geschlossen.

Ottenau: Öffentlicher Betrieb erst ab 14 Uhr

Das vereinsbetriebene Kuppelsteinbad in Ottenau hat ebenfalls auf den Engpass reagiert und öffnet nur noch von 14 bis 20 Uhr für Nicht-Mitglieder; von 10 und 14 Uhr wird das Bad als reines Vereinsbad betrieben. Begründet wird dies neben fehlendem Personal mit versicherungsrechtlichen Aspekten. Von 14 bis 20 Uhr bekommt das Bad die Aufsichten (Mitarbeiter der Stadtwerke) gestellt, die der Verein bezahlt, weil er es im Ehrenamt nicht mehr schafft, den Badebetrieb mit eigenen Aufsichten abzudecken.

Bühl: Hallenbad schließt früher

Auch im Bühler Schwarzwaldbad macht sich der Personalmangel bemerkbar. Das Hallenbad, das bislang von Mitte Mai bis Ende Juli stets parallel zum Freibad geöffnet hatte, schloss dieses Jahr erstmals mit dem Start der Sommersaison. Selbst Aushilfen sind rar.

Baden-Baden: Keine Probleme

In Baden-Baden ist von Engpässen hingegen nichts bekannt.

Rastatt: Bisher alles im Plan

In Rastatt hatte Stadtwerke-Chef Olaf Kaspryk zunächst darauf eingestimmt, dass es in den Bädern wegen Personalmangels zu kurzfristigen und temporären Schließungen sowie verkürzten Öffnungszeiten kommen könnte. Ende Mai sagte er, dass man inzwischen die Soll-Stärke wieder erreicht habe. Sollte es nicht zu größeren Krankheitsfällen oder einem anhaltend heißen Sommer kommen, könne man die Bäder planmäßig betreiben.

Malsch: Rettungsschwimmer eingestellt

Im Malscher Schwimmbad wurde in der Vergangenheit nach einer Aushilfe für den Aufsichtsdienst gesucht. Nun wurde ein Rettungsschwimmer eingestellt. Dadurch, so Nicole Laub, Verwaltungsmitarbeiterin des Fachbereichs Personal, liege derzeit "kein Personalnotstand" vor.

Durmersheim: Verkürzte Öffnungszeiten die Ausnahme

Auch im Freibad Durmersheim kann nach Angaben von Dagmar Ihlein, Mitarbeiterin der Pressestelle, fleißig weiter geplanscht werden. Allerdings seien verkürzte Öffnungszeiten bei akuten Krankheitsfällen, die nicht durch andere Mitarbeiter ersetzt werden können, nicht auszuschließen.

Kuppenheim: Mitarbeiter weitergebildet

Im Kuppenheimer "Cuppamare" läuft nach Aussage von Anette Putschler, Sachgebietsleiterin der Stadtverwaltung, "alles super". Durch Weiterbildungen der Mitarbeiter seien diese vielfältig einsetzbar und die Motivation groß, den Badegästen einen entspannten Tag im Wasser zu bieten.

Symbolfoto: Benedikt Spether / dpa

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