Stadion-Neubau: KSC ruft Gericht an
Stadion-Neubau: KSC ruft Gericht an
Karlsruhe (red) - Der Karlsruher SC hat Mitte August beim Landgericht Karlsruhe vier einstweilige Verfügungen gegen die Stadt Karlsruhe beantragt. Das teilte der Verein am Freitag mit.

Mit diesen Anträgen auf vorläufigen Rechtsschutz soll laut der Mitteilung verhindert werden, dass durch "vertragswidriges Verhalten der Stadt Karlsruhe beim Stadion-Neubau Fakten geschaffen werden, die zu gravierenden Nachteilen sowohl für die Zuschauer und Kunden als auch für den KSC führen würden und unumkehrbar wären".

Bessere Information gefordert

Der KSC fordert auf diesem Weg unter anderem bessere Information durch die Stadt, zum Beispiel durch das Überlassen von Vertragsunterlagen. Zudem wird auf die Möglichkeit gepocht, Sonderleistungen beim Neubau selbst zu planen, umzusetzen und zu finanzieren. Ein Antrag richtet sich gegen die Planungen zum Bühnenbereich, der nicht den Vorstellungen des Vereins entspricht. Streitig ist laut der Pressemitteilung zudem das Gastronomiekonzept.

Stadtverwaltung äußert sich zurückhaltend

Die Karlsruher Stadtverwaltung äußert sich unter Hinweis auf das schwebende Gerichtsverfahren nur sehr zurückhaltend. In einer am Freitag veröffentlichen Presseinformation bestätigt sie aber, dass der KSC als Pächter des Stadions am 12. September beim Landgericht Karlsruhe vier einstweilige Verfügungen beantragt habe, über die am 23. September verhandelt werden soll. Dabei gehe es um die Herausgabe von Unterlagen, unterschiedliche Interpretationen von vertraglichen Vereinbarungen, die Kioskplanung sowie den Wegfall von Stützen im Businessbereich. Derzeit bemühten sich die Parteien darum, gütliche Lösungen auf dem Verhandlungsweg zu finden, heißt es weiter.

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Foto: Uli Deck/dpa

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