Nachwuchs bei Sanitätern fehlt
Nachwuchs bei Sanitätern fehlt
Stuttgart (lsw) - Bei der Ausbildung von Notfallsanitätern im Südwesten gibt es massive Probleme. Das teilte der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in einem Positionspapier zur Zukunft des Rettungsdienstes vom Dienstag mit. Nicht ein Mangel an interessiertem Nachwuchs sei das Problem, sondern fehlende Lehrkräfte.

Grund dafür sind laut DRK die hohen Voraussetzungen für die angehenden Lehrer: Sowohl eine Ausbildung zum Rettungssanitäter als auch pädagogische Qualifikationen werden gefordert.

Bis 2020 gebe es zwar Übergangslösungen für den Nachwuchsmangel, doch darf danach kein Ausbilder mehr ohne entsprechende Qualifikationen eingestellt werden, so das DRK.

Hintergrund ist das Berufsbild des Notfallsanitäters, das an die Stelle des Rettungsassistenten getreten ist. Anders als der Rettungsassistent, dessen Ausbildung zwei Jahre dauert und einen Hauptschulabschluss voraussetzt, wird der Notfallsanitäter drei Jahre ausgebildet und muss mindestens die mittlere Reife vorweisen. Der Notfallsanitäter soll am Einsatzort mehr medizinische Kompetenzen haben und die Notärzte entlasten.

Symbolfoto: Denker

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