Das Szenario des "Blackouts" wurde sogar verfilmt
Das Szenario des 'Blackouts' wurde sogar verfilmt
Rastatt (ml) - Ein Blick in die Zukunft hat für Prof. Dr. Armin Grunwald nichts mit einer Glaskugel zu tun. Der Leiter des Karlsruher Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) sowie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag entwirft mit seinem Team Szenarien zur Entwicklung der Gesellschaft und der Wirtschaft - nach wissenschaftlichen Kriterien.

Aufsehenerregend war das Szenario eines flächendeckenden Stromausfalls, das sogar als Inspiration für den später verfilmten Roman "Blackout" diente.

"Es gibt keine Fakten aus der Zukunft", betont der Wissenschaftler. Deshalb erstellen er und seine rund 120 Mitarbeiter des zum Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gehörenden Instituts auch keine Prognosen, sondern entwerfen Szenarien. Aktuell geht es etwa darum, die Chancen und Risiken der Zukunftsthemen Digitalisierung, Versorgung mit Lebensmitteln sowie Klimawandel zu bewerten. Aber auch bei sehr konkreten Fragestellungen ist die Zukunftsforschung gefragt.

Zu Gast bei "Baden im Gespräch"

Wie konkret deren Ergebnisse Menschen auch schützen können, erläutert der 57-Jährige am Beispiel von Asbest. Der einst schon fast als Wunder gefeierte Baustoff erwies sich als äußerst gesundheitsschädlich. Wenn man im Vorfeld der Einführung einer neuen Technologie die Risiken gründlich bewertet, könne man auch viel Schaden abwenden, meint Grunwald.

Doch wie bewertet man Techniken oder Entwicklungen, die es noch gar nicht gibt? "Es geht um einen gestalterischen Blick in die Zukunft, darum, sie bewusst aktiv in die Hand zu nehmen und zu gestalten und sich nicht überrollen zu lassen", so sein Credo.

Am Dienstag, 12. Juni, ist Grunwald zu Gast bei "Baden im Gespräch". Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr in der Reithalle Rastatt statt, Einlass ist um 19 Uhr. Der Zutritt ist nur mit Einlasskarte möglich. Kostenlose Tickets gibt es ab sofort - und solange der Vorrat reicht - in den Geschäftsstellen des Badischen Tagblatts sowie in den Filialen der Volksbank Baden-Baden/Rastatt.

Foto: Langer

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