Vandalismus an Blumenkästen
Vandalismus an Blumenkästen
Baden-Baden (nie) - Die Kurparkanlagen sind in Baden-Baden ein öffentlicher Raum, jeder Gast und jeder Bewohner kann sich rund um die Uhr darin frei bewegen. Fluch und Segen zugleich, findet Gartenamtsleiter Markus Brunsing. Fluch nämlich dann, wenn Vandalen am Werk sind - so wie wieder einmal Anfang des Monats auf der Aubrücke in der Lichtentaler Allee.

Stadtrat Heinrich Liesen bepflanzt dort seit rund zwei Jahren ehrenamtlich die Blumenkästen, und in den vergangenen Monaten, so erzählt er, sei es vermehrt vorgekommen, dass Unbekannte Blumen herausgerissen und entweder in der Oos entsorgt oder auf dem Pflaster zertrampelt haben.

"Das ist ein Ärgernis für alle", sagt Brunsing, der aus Erfahrung weiß, dass dies keine Einzelfälle sind; man höre dies auch von anderen engagierten Personen, die Brücken entlang der Oos bepflanzen. Vandalismus gebe es seit Jahren, so der Gartenamtschef, und nennt den Bénazet-Pavillon als Beispiel, an dem es immer wieder zu Zerstörungen komme. Der Vandalismus zeige sich auf zwei Arten: Es gebe Personen, die einfach etwas kaputtmachen, sei es Blumen herausreißen oder Sitzbänke in die Oos werfen, andere wiederum klauen die Pflanzen, um sie möglicherweise an einem anderen Ort wieder zu verwenden.

Jedoch hielten sich diese ärgerlichen Vorkommnisse in der Kurstadt im Vergleich noch in Grenzen. Laut Brunsing wird einiges getan, um der Zerstörungswut entgegenzuwirken. Seit rund 15 Jahren gibt es in der Lichtentaler Allee einen Wachdienst. Dieser fährt zwischen den Oster- und Herbstferien an jedem Abend Streife. Brunsing: "Das ist eine vorbeugende Maßnahme, die sehr wichtig ist." Man habe den Eindruck, dass sich die Situation dadurch verbessert habe. Zusätzlich fährt die Polizei Streife, und Mitarbeiter des Gartenamts führen jeden Morgen Kontrollfahrten durch.

Trotz der "Ärgernisse": Vorteile überwiegen

Laut Stadtpressesprecher Roland Seiter wurden schon Anzeigen gegen Unbekannt erstattet, bisher ohne Erfolg. Liesen berichtet zudem, dass er schon Jugendliche auf frischer Tat ertappt habe. Als er sie zur Rede stellte, hätten sie jedoch gepöbelt. Auch andere hätten diese Erfahrung gemacht und seien dadurch eingeschüchtert, in akuten Fällen einzugreifen. Für Brunsing überwiegt trotz der "Ärgernisse" der Vorteil der öffentlichen Parkanlagen, das sei ein "Luxus", den sich die Stadt leiste, in anderen Städten zahle man teilweise für den Eintritt in solche Areale.

Archivfoto: pr

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