Stadt kann auf Hochhaus verzichten
Stadt kann auf Hochhaus verzichten
Rastatt (ema) - Die von der Stadtverwaltung erwogene Anmietung des Hochhauses in der Plittersdorfer Straße für die Unterbringung von Flüchtlingen hat sich bis auf weiteres erledigt. Grund: Die Stadt Rastatt muss deutlich weniger Menschen unterbringen als zuletzt angenommen.

Nach den aktuellsten Zahlen muss die Große Kreisstadt in diesem Jahr nur für 70 Personen die Verantwortung im Wege der Anschlussunterbringung übernehmen; zuletzt war man noch von 139 Menschen ausgegangen. Für das kommende Jahr prognostiziert der Landkreis für die Stadt Rastatt eine Aufnahmeverpflichtung von 53 Personen. Derzeit leben in der Barockstadt 270 Geflüchtete in einer städtischen Unterkunft.

Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung zunächst keine Verhandlungen mit dem Landkreis über die Anmietung von Wohnungen im Hochhaus Plittersdorfer Straße führen. Die Kreisverwaltung hatte dort einen Zehn-Jahres-Vertrag unterschrieben, räumte das Gebäude jedoch, nachdem die Flüchtlingszahlen drastisch zurückgegangen sind.

Stadt will auf ausgewogene Verteilung der Flüchtlinge achten

Die Stadt Rastatt hat inzwischen den Untermietvertrag für ein Gebäude auf dem Merzeau-Gelände um zunächst ein Jahr verlängert. Die Stadtverwaltung will bei der Belegung auf eine "ausgewogene Verteilung" der Personen achten. Damit, so eine Mitteilung aus dem Rathaus, wolle man den Sorgen von Anliegern Rechnung tragen, die kritisiert hatten, dass vorwiegend alleinstehende Männer auf Merzeau unterkommen.

Der Landkreis wiederum will vermehrt Bewohner seines Flüchtlingsheims auf Merzeau in die Unterkunft in der Alten Bahnhofstraße verlegen.

Foto: ema

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