Werkserweiterung: Schützenhaus könnte im Weg sein
Werkserweiterung: Schützenhaus könnte im Weg sein
Rastatt (ema) - Sollte sich im Zuge der Machbarkeitsstudie für die Erweiterung des Rastatter Benz-Werks die vom Unternehmen favorisierte Süd-Variante als machbar erhärten, droht dem Rastatter Schützenverein eine Verlagerung seines Standorts an der Ottersdorfer Straße.

Auf BT-Nachfrage heißt es aus dem Rathaus, dass man mit allen Grundstückseigentümern der späteren Erweiterungsfläche eine "möglichst einvernehmliche" Lösung anstrebe. Speziell für die Südfläche gelte, dass sie von Daimler als Erweiterungsfläche bevorzugt wird und es aus logistischen Gründen dann einfacher wäre, wenn das Vereinsheim der Schützengesellschaft verlagert werden könnte.

Daimler braucht rund 30 Hektar. Neben der Südfläche im Rastatter Bruch werden als Alternativen geprüft: Oberwald im Südosten, Merzeau am südlichen Stadteingang, oberes Bauland zwischen Beinle und Baulandstraße/A5 sowie ein Areal westlich des Kuppenheimer Presswerks.

Machbarkeitsstudie wird am 19. Juli präsentiert

Ob der Gemeinderat dem Wunsch von Daimler entspricht, wird erst nach Vorlage der Machbarkeitsstudie entschieden. Der Entwurf wird dem Kommunalparlament am 19. Juli präsentiert; am 24. Juli folgt eine Bürgerinformation. Am 17. September soll der Gemeinderat dann die erforderlichen Verfahren in die Wege leiten.

Im Planungsausschuss des Regionalverbands wurde das Vorgehen der Stadt am Mittwoch begrüßt. Lediglich von Manuel Hummel (Grüne) kam Kritik, weil in der Arbeitsgruppe Verkehr keine Vertreter von ÖPNV, Fahrrad- und Bahn-Interessengruppen am Tisch saßen. Hummel wertete dies als Indiz, dass eine stärkere Anbindung des Werks an den öffentlichen Personennahverkehr wohl kaum gewollt sei.

Foto: Mauderer

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